Neue Verkehrsführung für einen zentralen Knotenpunkt_

Der Bereich rund um den Theodor-Heuss-Ring und die Kreuzung zum Konrad-Adenauer-Ring gehört zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten der Iserlohner Innenstadt. Gleichzeitig stammt die heutige Straßenführung größtenteils noch aus der Zeit des Wiederaufbaus in den 1940er- und 1950er-Jahren. Spätestens mit dem Bau des Rathauses und des Städtischen Rings in den 1970er-Jahren wurde die Verkehrsplanung stark auf den zunehmenden Autoverkehr ausgerichtet – eine Entwicklung, die damals den Zeitgeist widerspiegelte.

Doppelkreisverkehr

Heute haben sich die Anforderungen an die städtische Infrastruktur jedoch deutlich verändert. Neben dem motorisierten Verkehr spielen auch attraktive Fußwegeverbindungen, Radverkehr und öffentliche Verkehrsmittel eine immer größere Rolle. Vor diesem Hintergrund plant die Stadt Iserlohn eine grundlegende Neuordnung des Verkehrsknotens – und zwar bewusst schon im Vorfeld der geplanten Neugestaltung des Schillerplatzareals.

Doppelkreisverkehr

„Wir haben hier zwei größere Potenzialflächen in unmittelbarer Innenstadtlage – das erlebt man als Stadtplaner auch nicht jeden Tag“, sagt Goran Micic aus dem Bereich Tiefbau der Stadt Iserlohn mit Blick auf das Rathausumfeld und das Schillerplatzareal. Noch ist nicht abschließend geklärt, wie diese Flächen künftig genutzt werden. Klar ist jedoch, dass die Verkehrsinfrastruktur frühzeitig auf die zukünftigen Entwicklungen vorbereitet werden soll.

Um fundierte Entscheidungen treffen zu können, hat die Stadt ein unabhängiges Ingenieurbüro mit einer umfassenden Planung beauftragt. Das Ergebnis: Die Gutachter empfehlen eine deutliche Umgestaltung der heutigen Kreuzungen. Statt der bestehenden Ampelanlagen sollen künftig zwei miteinander verbundene Kreisverkehre den Verkehr steuern – einer an der Kreuzung Theodor-Heuss-Ring/Konrad-Adenauer-Ring und ein weiterer im Bereich des heutigen Schillerplatzes.

Gleichzeitig wird die Anzahl der Fahrstreifen reduziert. Dies führt dennoch zu dem Ergebnis, dass sich der Verkehrsfluss insgesamt verbessert. Der Grund: Kreisverkehre ermöglichen einen gleichmäßigeren Verkehrsablauf als stark belastete Ampelkreuzungen. Ergänzt wird die Planung durch neue Radwege, eine optimierte Führung für Busse und den öffentlichen Nahverkehr sowie attraktive Grünflächen sowie attraktive Fußwege.

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Finanziell könnte das Projekt maßgeblich durch Fördermittel unterstützt werden. Nach derzeitiger Planung könnten bis zu 75 Prozent der Kosten aus Landesmitteln gedeckt werden. Eine Förderentscheidung wird noch in diesem Jahr erwartet. Sollte sie positiv ausfallen, könnte der Baustart bereits im dritten Quartal 2026 erfolgen.

Vor Beginn der eigentlichen Arbeiten müssen zunächst Leitungen der Stadtwerke verlegt und Teile der Kanalinfrastruktur erneuert werden. Für die Bauphase wird derzeit mit einer Dauer von rund zwölf Monaten gerechnet. Ob dafür Vollsperrungen notwendig sein werden oder einzelne Bereiche geöffnet bleiben können, wird noch geprüft. Klar ist jedoch: Ganz ohne Einschränkungen wird die Baumaßnahme nicht auskommen.

Die Stadt setzt deshalb frühzeitig auf Information und transparente Planung. Erfahrungen aus ähnlichen Projekten – etwa dem Bau eines Doppelkreisels in Letmathe – zeigen, dass eine offene Kommunikation entscheidend für die Akzeptanz solcher Veränderungen ist. Ziel bleibt es, einen modernen und leistungsfähigen Verkehrsknoten zu schaffen, der den Anforderungen der Innenstadt von morgen gerecht wird.

Auch die zukünftige Entwicklung des Schillerplatzes wurde bereits berücksichtigt. Unter dem Areal soll perspektivisch eine Tiefgarage entstehen, deren Zufahrt über den geplanten Kreisverkehr erfolgen könnte. Darüber hinaus wird der Schleddenhofer Weg künftig stärker in das Radwegenetz eingebunden und direkt an den neuen Verkehrsknoten angeschlossen. Neben der funktionalen Verbesserung verspricht sich die Stadt auch eine städtebauliche Aufwertung des gesamten Bereichs. Neue Gehwege, Grünflächen und eine klarere Verkehrsführung sollen den Stadtraum übersichtlicher und attraktiver machen.

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Stillstand ist keine Option_

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