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15.04.2020 Zahl der Anzeigen auf Kurzarbeit bei 156.000

Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen vom 15.04.2020

 

"Nr. 15 / 2020 – 15. April 2020
Aktuelle Zahl der Anzeigen auf Kurzarbeit in NRW
Zahl der Anzeigen auf Kurzarbeit bei 156.000


Die Zahl der Anzeigen auf Kurzarbeit, die in NRW bei der Bundesagentur für Arbeit eingegangen sind, ist im Verlauf der vergangenen Woche weiter gestiegen. Das ist das Ergebnis einer weiteren Sonderauswertung. Wie viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer davon betroffen sind, kann erst Ende des Monats auf Grundlage der statistischen Auswertung berichtet werden.

Bis zum 13. April haben in Nordrhein-Westfalen rund 156.000 Unternehmen und Betriebe in Folge der Beschränkungen des Alltagslebens zur Eindämmung der Corona-Virus-Epidemie Kurzarbeit angemeldet. Damit ist die Zahl der Anzeigen – nach zuletzt drei Wochen, in denen es zu einem rasanten Anstieg gekommen war – in der Woche vom 6. auf den 13. April schwächer um 16.000 gestiegen.

„Wie viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kurzarbeit sind, hängt davon ab, wie viele Betriebe auch tatsächlich die angezeigte Kurzarbeit realisieren und in welchem Umfang“, sagte Torsten Withake, Vorsitzender der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. „Die Unternehmen gehen mit dem verkürzten Lohn für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Vorleistung. Danach haben sie drei Monate Zeit, die tatsächlich realisierte Kurzarbeit abzurechnen. Wir haben unsere Aktivitäten in den Agenturen darauf ausgerichtet, auch neue Anzeigen zügig aufzunehmen, um sie dann so schnell wie möglich abzurechnen. Wir wissen, dass Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber angesichts zum Teil erheblicher Umsatzeinbußen das Geld dringend benötigen.“

Kurzarbeit verhindert Arbeitslosigkeit – keine schnelle Liquiditätshilfe
Withake wies im Zusammenhang der Hochrechnung auch noch einmal darauf hin, dass Kurzarbeitergeld das beste arbeitsmarktpolitische Instrument ist, um Arbeitslosigkeit in der aktuellen Phase zu verhindern: „Mit Kurzarbeit kann die Arbeitslosigkeit vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vermieden werden. Und wenn die Konjunktur wieder anspringt bzw. die wirtschaftlichen Aktivitäten wieder dosiert an Fahrt zunehmen, haben die Unternehmen das bewährte Personal, das sie benötigen, um in kurzer Zeit erfolgreich ihre Wirtschaftstätigkeit wieder schrittweise hochzufahren. Kurzarbeitergeld ermöglicht es, dabei das Arbeitszeitvolumen angepasst zu steigern.“

Da Unternehmen und Betriebe bei den Lohnzahlungen in Vorleistung gehen müssen, sei Kurzarbeit keine Liquiditätshilfe, so Withake: „Wer zusätzliche schnelle Liquiditätshilfen benötigt, sollte die wirtschaftspolitischen Möglichkeiten der Unterstützung wie Zuschüsse oder Kredite, die vom Land NRW und vom Bund angeboten werden, nutzen.“

Sonderauswertung bietet noch keine detaillierten Informationen zur Kurzarbeit
Erst die amtliche Statistik kann Auskunft über die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geben, die seit Beginn der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie vor rund vier Wochen verkürzt arbeiten. Darüber hinaus bietet die aktuelle Sonderauswertung keine Informationen, wie die Kurzarbeit sich über die Städte und Gemeinden in NRW verteilt. Auch erste detaillierte Erkenntnisse, wie einzelne Branchen von den Auswirkungen der Alltagsbeschränkungen betroffen sind, werden erst mit der amtlichen Statistik Ende des Monats vorliegen."

 

 Quelle: Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen vom 15.04.2020


14.04.2020 KfW-Schnellkredit für den Mittelstand startet morgen (15.04.20)

Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 14.04.2020

 

"14.04.2020 GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG
KfW-Schnellkredit für den Mittelstand startet morgen

 

Mit dem KfW-Schnellkredit startet morgen ein weiterer wichtiger Baustein des umfassenden Schutzschirms der Bundesregierung für den Mittelstand. Nach dem Beschluss des Programms am 6. April und der beihilferechtlichen Genehmigung der Europäischen Kommission vom 11. April wurden in kürzester Zeit die notwendigen Schritte zur Umsetzung des KfW-Schnellkredits bei der KfW und den Hausbanken geschaffen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Mit dem KfW-Schnellkredit stellen wir unseren vielen mittelständischen Unternehmen jetzt schnell die so dringend benötigte Liquidität bereit. Mit der Übernahme von 100 Prozent der Kreditrisiken und einer Laufzeit von 10 Jahren helfen wir unbürokratisch und verlässlich. Denn wir müssen unseren Mittelstand mit aller Kraft unterstützen, um als Wirtschaft insgesamt nach der Krise wieder durchstarten zu können. Der Mittelstand steht für 99,5 Prozent aller Unternehmen in Deutschland, für 60 Prozent aller Arbeitsplätze und 80 Prozent aller Ausbildungsplätze.“

Bundesfinanzminister Olaf Scholz: „Die Bundesregierung tut alles, damit unser Land gut durch die Corona-Krise kommt. Mit einem beispiellosen Hilfspaket sorgen wir dafür, dass kleine, mittlere und auch große Unternehmen die schwierigen Zeiten überbrücken und danach voll durchstarten können. Entscheidend ist, dass die Hilfe auch sehr zügig ankommt. Genau das stellen wir mit dem KfW-Schnellkredit sicher, der von morgen (Mittwoch) an beantragt werden kann. Der Bund sichert diese Schnellkredite zu 100 Prozent ab, die Hausbanken tragen kein eigenes Risiko. Damit ist sichergestellt, dass das Geld schnell da ankommt, wo es besonders dringend gebraucht wird.“

KfW-Vorstandsvorsitzender Dr. Günther Bräunig: „Mit dem KfW-Schnellkredit wurde im Rahmen der Corona-Hilfe eine weitere wichtige Maßnahme umgesetzt, die besonders auf Firmen und Betriebe ab 10 Mitarbeiter zugeschnitten ist. Durch die Beantragungen bei der Hausbank ohne weitere Risikoprüfung erreicht die Hilfe schnell die Unternehmen und hilft so mit, die schweren Auswirkungen der Corona-Pandemie zu lindern.“

Die KfW-Schnellkredite für den Mittelstand umfassen im Kern folgende Maßnahmen:

Unter der Voraussetzung, dass das Unternehmen in der Summe der Jahre 2017-2019 oder im Jahr 2019 einen Gewinn erzielt hat, sofern es bislang nur für einen kürzeren Zeitraum am Markt ist, wird dieser Zeitraum herangezogen, soll ein „Schnellkredit“ mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:

•Der Kredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
•Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu 25 Prozent des Gesamtumsatzes im Jahr 2019, maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
•Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
•Auf Wunsch bis zu 2 tilgungsfreie Jahre zu Beginn, um die kurzfristige Belastung zu senken.
•Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100 Prozent durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
•Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Eine Besicherung ist nicht vorgesehen. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.
Darüber hinaus gibt es Verbesserungen bei bereits bestehenden KfW-Sonderprogrammen. Diese bestehen in einer Verlängerung der Laufzeit von bis zu fünf auf bis zu sechs Jahre, für Kredite bis 800.000 Euro sogar bis zu 10 Jahre. Zudem wird für die Annahme einer positiven Fortführungsprognose darauf abgestellt, dass die Unternehmen zum Stichtag 31.12.2019 geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufgewiesen haben.

Weitere Informationen finden Sie hier."

 

 Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 14.04.2020

08.04.2020 Gap Year Südwestfalen - Anmeldung bis zum 24. Mai 2020

Pressemitteilung Südwestfalen Agentur GmbH vom 12.03.2020

 

Gap Year Südwestfalen - Anmeldung bis zum 24. Mai 2020 

Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die sog. "Newcomer", können sich noch bis zum 24. Mai 2020 mit Start zum 01. Juli 2020 für das Programm bewerben.

Das "Gap Year Südwestfalen" bietet Newcomern die Möglichkeit eines individuellen Praxisjahres. Innerhalb eines Jahres können sie bis zu drei Praktika in drei unterschiedlichen Berufen bei drei Unternehmen machen. Sie können so austesten, was sie nach der Schule machen möchten: Ausbildung, duales Studium, Studium… Zur Auswahl stehen mehr als 100 Berufseinblicke bei fast 40 Unternehmen aus Südwestfalen.

 

Weiterführende und aktuelle Informationen: 

•Webseite
Auf der "Gap Year Südwestfalen"-Webseite für Newcomer finden Sie alle aktuellen Informationen: www.gapyear-suedwestfalen.com/newcomer/
Hier können Sie ebenfalls den Informationsflyer mit wichtigen Hinweisen zum Bewerbungsverfahren herunterladen sowie eine Übersicht der beteiligten Unternehmen und angebotenen Berufseinblicke einsehen.

•Presse
Die aktuellste Pressemitteilung finden Sie hier: www.suedwestfalen-agentur.com/suedwestfalen-agentur/neuigkeiten/artikel/schulabgaenger-aufgepasst-jetzt-fuer-individuelles-praxisjahr-in-suedwestfalen-bewerben/

•Social Media
Schauen Sie auch gerne auf unseren Social-Media-Kanälen vorbei: "Gap Year Südwestfalen"-Facebook-Kanal & Instagram "Südwestfalen - Alles Echt"!
Auf YouTube finden Sie zwei Erfahrungsberichte aktueller Newcomer: Marvin www.youtu.be/704u5DSfAhE & Emilia: www.youtu.be/bidQhpbnbdc"

 

 Quelle: Pressemitteilung Südwestfalen Agentur GmbH vom 12.03.2020

14.04.2020 Kurzarbeit steigt weiter – aber weniger stark

Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen vom 09.04.2020

 

"Nr. 14 / 2020 – 9. April 2020
140.000 Kurzarbeit-Anzeigen von Unternehmen in NRW
Kurzarbeit steig
t weiter – aber weniger stark


In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Unternehmen und Betriebe, die aufgrund der Beschränkungen im Alltagsleben zur Eindämmung der Corona-Virus-Epidemie Kurzarbeit angezeigt haben, kurz vor Ostern noch einmal deutlich gestiegen. Mit Stichtag 6. April sind in NRW rund 140.000 Anzeigen für Kurzarbeitergeld gestellt worden. Gleichzeitig gingen allgemeine Beratungsanfragen und die täglichen Neuanzeigen zurück, sagte Torsten Withake, Leiter der Bundesagentur für Arbeit in NRW.

„Die Zahl von 140.000 Anzeigen auf Kurzarbeit in NRW - zum Stichtag 6. April - ist nach wie vor eine erste Hochrechnung“, sagte Torsten Withake, Vorsitzender der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. „Sie beinhaltet alle Unschärfen, die mit Hochrechnungen verbunden sind. Sie zeigt aber dennoch, dass wir in NRW mit einem Plus von rund 40.000 Anzeigen seit dem 27. März noch einmal einen deutlichen Zuwachs an Unternehmen und Betrieben hatten, die Kurzarbeit angezeigt haben.“

Anzeigen auf Kurzarbeit werden weniger
Withake wies noch einmal auf die Dimension hin, die die Kurzarbeit im März erreicht hat: „Während der Finanzkrise 2009 gab es in NRW im Verlauf des gesamten Jahres 28.663 Anzeigen auf konjunkturelle Kurzarbeit.“ Er rechne auch damit, dass sich in NRW auch weiter Firmen für den Schritt in die Kurzarbeit entscheiden werden. Doch mit einem weiteren großen Anstieg, vergleichbar dem der vergangenen fünf Wochen, sei nicht mehr zu rechnen: „Zum einen geht die Zahl der neuen Anzeigen täglich zurück. Und zum anderen sehen wir, dass auch der allgemeine Beratungsbedarf der Firmen spürbar abnimmt. Das melden uns nicht nur unsere Arbeitsagenturen, sondern auch unsere Partner am Arbeitsmarkt, die vor Ort die Agenturen für Arbeit mit viel Personaleinsatz tatkräftig unterstützen.“
So spielten Kammern und Verbände, unternehmer nrw oder auch der DGB eine zentrale Rolle bei der Beratung von Menschen und Unternehmen in NRW, sagte Withake: „Gemeinsam schaffen wir es, Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gut und kompetent zu Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld zu informieren. Das ist wichtig, weil wir nur mit guter Information den Menschen die Sicherheit geben können, die sie in dieser existentiell herausfordernden Situation benötigen. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bei allen Partner bedanken!“

Agenturen für Arbeit gut vorbereitet auf Auszahlung des Kurzarbeitergeldes
Zugleich, sagte der Arbeitsmarktexperte, dass die Agenturen für Arbeit mit der Bearbeitung der Anzeigen gut vorankommen: „Anfang März ist die Zahl der Anzeigen für Kurzarbeitergeld das erste Mal sprunghaft gestiegen. Wir waren darauf gut vorbereitet und haben dann in kürzester Zeit noch mehr Personal in den Teams zusammengezogen, die die Anzeigen und Anträge bearbeiten. Deshalb können wir jetzt davon ausgehen, dass wir die
Anzeigen demnächst weitestgehend bearbeitet haben.“

Die schnelle Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes habe jetzt die höchste Priorität in allen Agenturen für Arbeit: „Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind mit den Lohnauszahlungen in Vorleistung gegangen. Das ist Teil des Verfahrens: Erst zeigen Unternehmen Kurzarbeit an, dann rechnen sie die tatsächlich erbrachte Lohnfortzahlung mit den Agenturen für Arbeit ab.“

Wichtig sei es ihm, sagte Withake, noch einmal auf die Rolle und das Ziel hinzuweisen, die das Kurzarbeitergeld für Wirtschaft und Arbeitsmarkt in NRW spielt: „Wir erleben aktuell eine beispiellose Herausforderung. Durch das Kurzarbeitergeld erhalten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in NRW in vielen Fällen die Sicherheit, ihren Arbeitsplatz nicht zu verlieren, auch wenn das mit Einbußen beim Lohn verbunden ist. Und viele Unternehmerinnen und Unternehmer, die sobald wie möglich ihre volle Wirtschaftstätigkeit wieder aufnehmen wollen, wissen, dass sie sich dabei auf bewährte und geschätzte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen können.“"

 

 Quelle: Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen vom 09.04.2020

06.04.2020 Bundesregierung beschließt weitergehenden KfW-Schnellkredit für den Mittelstand

Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 06.04.2020

 

"06.04.2020 GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG 
Bundesregierung beschließt weitergehenden KfW-Schnellkredit für den Mittelstand


Die Bundesregierung spannt einen weiteren umfassenden Schutzschirm für den Mittelstand angesichts der Herausforderungen der Corona-Krise. Auf Basis des am 03.04.2020 von der EU-Kommission veröffentlichten angepassten Beihilfenrahmens (sog. Temporary Framework) führt die Bundesregierung umfassende KfW-Schnellkredite für den Mittelstand ein.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft und gerade in dieser Krise besonders betroffen. Deshalb ist es entscheidend, dass wir diese einzigartige Substanz und Breite erhalten, um nach der Krise wieder durchstarten zu können. 99,5 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind Mittelständler. Sie erwirtschaften rund 35 Prozent des gesamten Umsatzes, stellen knapp 60 Prozent aller Arbeitsplätze und über 80 Prozent aller Ausbildungsplätze. Daher spannen wir einen weiteren umfassenden Schutzschirm für unsere Mittelständische Wirtschaft. Wir werden einen KfW-Schnellkredit einführen, bei dem der Staat 100% der Kreditrisiken übernimmt. Die Kreditlaufzeiten werden auf 10 Jahre verlängert.“

Bundesfinanzminister Olaf Scholz: „Für diese Pandemie gibt es keine Blaupause. Als Bundesregierung müssen wir entschlossen und kraftvoll agieren - und die Situation ständig genau beobachten. Mit dem KfW-Schnellkredit legen wir jetzt ein weiteres Programm auf, das neben die bereits bestehenden Angebote tritt. Es wendet sich an kleinere und mittlere Firmen und Betriebe, die jetzt sehr sehr rasche Unterstützung benötigen und auf andere Bedingungen abstellt als unsere anderen Hilfen, die natürlich fortbestehen."

KfW-Vorstandsvorsitzender Dr. Günther Bräunig: „Durch die 100-prozentige Haftungsfreistellung und den Verzicht auf eine übliche Risikoprüfung wird sichergestellt, dass diejenigen Unternehmen, die nur durch die Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind, rasch einen Kredit bekommen. Wir rechnen mit sehr vielen Anträgen und werden zusammen mit den Banken und Sparkassen alles dafür tun, die technischen Voraussetzungen für eine schnelle Auszahlung zu schaffen.“

Die KfW-Schnellkredite für den Mittelstand umfassen im Kern folgende Maßnahmen:

Unter der Voraussetzung, dass ein mittelständisches Unternehmen im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen hat, soll ein „Sofortkredit“ mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:

•Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
•Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu 3 Monatsumsätzen des Jahres 2019, maximal € 800.000 für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal € 500.000 für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
•Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
•Zinssatz in Höhe von aktuell 3% mit Laufzeit 10 Jahre.
•Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
•Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

Der KfW-Schnellkredit kann nach Genehmigung durch die EU-Kommission starten."

 

 Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 06.04.2020


Weitere Informationen finden SIe auch hier.