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23.11.2022 Wasserstoff-Kompass: Gute Startvoraussetzungen für die Region

Newsletter der SIHK Hagen vom 16.11.2022

 

"Wasserstoff-Kompass: Gute Startvoraussetzungen für die Region

Der neue Wasserstoff-Kompass für den Regierungsbezirk Arnsberg bescheinigt Südwestfalen gute Startvoraussetzungen für ein umfassendes Wasserstoff-Ökosystem. „Wasserstoff hat auch in unserer Region das Potenzial, eine wichtige Rolle im Schwerlastverkehr zu übernehmen“, sagt Dr. Ralf Geruschkat, Hauptgeschäftsführer der SIHK, anlässlich der Vorstellung. Der Verkehrsverband Westfalen e.V. hat den Wasserstoff-Kompass in Auftrag gegeben.

Die Gutachter des IW Consult aus Köln legen dafür eine umfangreiche Liste mit Unternehmen und anderen Wissensträgern vor, die entsprechende Entwicklungen in der Region vorantreiben. Diese Liste soll fortlaufend ergänzt werden.

Der Wasserstoff-Kompass kann auf der Internetseite des Verkehrsverbandes Westfalen e.V. heruntergeladen werden."

 

 Quelle: Newsletter der SIHK Hagen vom 16.11.2022


21.11.2022 13,8 Prozent der NRW-Importe stammten 2021 aus China

Pressemitteilung von IT.NRW vom 21.11.2022

 

"13,8 Prozent der NRW-Importe stammten 2021 aus China

Düsseldorf (IT.NRW). Mit Einfuhren im Wert von 36,3 Milliarden Euro ist China 2021 das zweitwichtigste Lieferland der NRW-Wirtschaft gewesen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag der Anteil Chinas an den Gesamteinfuhren nach NRW im vergangenen Jahr bei 13,8 Prozent. Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil noch bei zehn Prozent gelegen.

Mit Ausfuhren im Wert von 11,8 Milliarden Euro war China 2021 das fünftwichtigste Abnehmerland der NRW-Wirtschaft. Gemessen am Warenwert lag der Anteil Chinas an den NRW-Ausfuhren 2021 bei 5,8 Prozent. Im Zehnjahresvergleich blieb der Anteil nahezu unverändert (2012: 5,5 Prozent).

*Wichtigste Importgüter aus China waren Maschinen, Apparate, mechanische Geräte und elektrotechnische Erzeugnisse.*

Von Januar bis August 2022 importierte die NRW-Wirtschaft Waren im Wert von 27,6 Milliarden Euro aus China. Gemessen am Warenwert waren Maschinen, Apparate, mechanische Geräte (8,1 Milliarden Euro) mit einem Anteil von 29,5 Prozent das bedeutendste Importgut. Mit 22,1 Prozent (6,1 Milliarden Euro) hatten elektrotechnische Erzeugnisse den zweitgrößten Anteil an den Einfuhren aus China. Zusammen machten Maschinen, Apparate, mechanische Geräte und elektrotechnische Erzeugnisse mehr als die Hälfte der gesamten Importwertes aus China aus. Auf den Plätzen drei bis fünf folgten Möbel, Kunststoffe sowie Waren aus Eisen oder Stahl.

Der Warenwert der Exporte der NRW-Wirtschaft nach China belief sich von Januar bis August 2022 auf 8,0 Milliarden Euro. Maschinen, Apparate und mechanische Geräte waren mit einem Warenwert von 2,3 Milliarden Euro das bedeutendste Exportgut. Gemessen am Warenwert entspricht dies einem Anteil von 29,0 Prozent. Elektrotechnische Erzeugnisse (1,1 Milliarden Euro) hatten mit 13,1 Prozent den zweitgrößten Anteil an den Ausfuhren; auf dem dritten Platz folgten pharmazeutische Erzeugnisse mit 11,8 Prozent (942 Millionen Euro).
Ob und inwieweit Waren nach Empfang in NRW über weitere Landesgrenzen bzw. Seehäfen weiter transportiert werden, wird statistisch nicht erfasst.

*Im Jahr 2019 hatten 83 aus dem Ausland kontrollierte NRW-Unternehmen ihre Konzernzentralen in China*

Im Jahr 2019 gab es in NRW 83 Unternehmen mit Hauptsitz in China. Sie erwirtschafteten einen Jahresumsatz von 7,6 Milliarden Euro und beschäftigten 12 850 tätige Personen. Der Anteil Unternehmen mit einer Konzernzentrale in der Volksrepublik China an allen aus dem Ausland kontrollierten Unternehmen war in NRW mit 1,4 Prozent niedriger als im Bundesdurchschnitt (1,7 Prozent). Die Beschäftigtenzahl der 462 deutschen Unternehmen mit Hauptsitz in China lag bei 81 313 und der Jahresumsatz bei 36,97 Milliarden Euro.

Auslandskontrollierte Unternehmen in Deutschland werden durch die „Inward Foreign AffiliaTes Statistics” bezeichnete Statistik wird auf Grundlage ist eine Verordnung der Europäischen Union über die Struktur und Tätigkeit von Auslandsunternehmen. Die vorliegende Auswertung für Nordrhein-Westfalen wurde auf Basis der Statistik der auslandskontrollierten Unternehmen des Statistischen Bundesamtes erstellt. (IT.NRW)

(460 / 22) Düsseldorf, den 16. November 2022"

 

 Quelle: Pressemitteilung von IT.NRW vom 16.11.2022

17.11.22 Berufsfelderkundungsportal/Praktikumsbörse des Märkischen Kreises

Heute dem Fachkräftemangel vorbeugen - zukünftige Auszubildende gewinnen
Den Wirtschaftsstandort Märkischer Kreis stärken


Der Märkische Kreis ist seit jeher ein wichtiger Wirtschaftsraum in Südwestfalen. Im Hinblick auf die aktuell angespannte Lage, welche durch die Pandemie und die fortdauernde Brückensperrung noch verstärkt wird, ist es wichtig, den Märkischen Kreis auch weiterhin wirtschaftlich zu stärken und nach vorne zu bringen. Gelingen kann dies unter anderem dadurch, indem heimische Nachwuchskräfte im Rahmen von Praktika gefunden, gefördert und ausgebildet werden.

Auch Sie werden in Ihrem Unternehmen in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht haben, dass es schwieriger wird, geeignete Auszubildende zu finden. Es geht darum, den oder die Beste für Ihren Betrieb zu gewinnen.

Wie können Sie vor Vergabe Ihrer Ausbildungsplätze herausfinden, wer in Ihr Unternehmen passt und wer dieses auf Dauer mit seinen Fähigkeiten optimal unterstützen kann? Eine sehr gute Möglichkeit bieten Praktika für Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Beruflichen Orientierung in Schule.

Praxiserfahrung im Rahmen verschiedener Praktika ist für alle Beteiligten der wichtigste Baustein, um perspektivisch als Mitarbeiter und Unternehmen zusammen zu finden.
Wenn Schüler in Ihrem Betrieb mitarbeiten dürfen, stellen sie fest, ob ihnen ein Berufsfeld zusagt und ob sie sich in diesem nach der Schule sogar eine duale Ausbildung bei Ihnen vorstellen können.

Auf die aktuellen achten Klassen wartet zum ersten Mal in ihrem Schulleben dieses spannende Thema! Im zweiten Halbjahr werden die Schüler an den Berufsfelderkundungstagen teilnehmen – der Beginn, Praxisluft zu schnuppern.

 

Betriebliche Berufsfelderkundungen
Berufsfelderkundungstage sind eintägige Schnupperpraktika und dienen dazu, den Jugendlichen verschiedene Berufsfelder aufzuzeigen. Die Schüler sollen an insgesamt drei Tagen in drei verschie-denen Unternehmen und Berufsfeldern ihre Interessen und Begabungen entdecken. Die Jugendli-chen begleiten Mitarbeitende in ihrem Arbeitsumfeld, lernen verschiedene Aufgabenbereiche kennen, dürfen kleine Arbeitsproben anfertigen oder am Computer arbeiten. Hierdurch können sie herausfinden, welche Berufsfelder ihnen Spaß machen und wo ihre Neigungen liegen.

Auch für Sie als Betrieb stellen die Berufsfelderkundungstage eine sehr gute Möglichkeit dar, interessierte und engagierte Schüler kennenzulernen. Oft ist einer der Jugendlichen daran interessiert, in den kommenden Schuljahren ein mehrwöchiges Schülerpraktikum in Ihrem „beschnupperten“ Unternehmen zu absolvieren. Im besten Fall gewinnen Sie sogar langfristig einen zukünftigen und motivierten Auszubildenden – eine gute Chance, dem Fachkräftemangel vorzubeugen.

Deshalb ergeht die Bitte an Sie als Vertretung der heimischen Arbeitgeber, den Schülern die Möglichkeit zu geben, Praxis hautnah in Ihren Betrieben zu erleben.

Da die Jugendlichen in drei verschiedenen Bereichen ihre Schnupperpraktika durchführen, werden bei derzeit ca. 3.700 Schülern der achten Klassen an die 11.100 Angebote von Unternehmen benötigt.

Die Berufsfelderkundungen der allgemeinbildenden Schulen im Märkischen Kreis werden an folgenden Terminen stattfinden:

20.03. - 24.03.2023
15.05. - 17.05.2023 sowie 22.05. - 23.05.2023
05.06. - 07.06.2023

Die Kommunale Koordinierungsstelle „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) des Märkischen Kreises unterstützt sowohl Sie als Unternehmen als auch die Schüler, sich im Rahmen Beruflicher Orientierung zu finden.

Berufsfelderkundungsportal – Angebote einfach online einstellen
Der Märkische Kreis hat ein kostenfreies Berufsfelderkundungsportal eingerichtet, das bereits viele Unternehmen aus dem Märkischen Kreis seit Jahren mit Erfolg nutzen.
Im Rahmen eintägiger Schnupperpraktika kann für die eigene Branche geworben und geeigneter Nachwuchs gewonnen werden. Die Schüler aus dem Märkischen Kreis können Ihre Angebote be-quem und unkompliziert online buchen. Die Jugendlichen können gezielt nach Branchen suchen und die Umkreissuche nutzen.

Als Unternehmen können Sie ab sofort Ihre Angebote im BFE-Portal einstellen, die Buchungsphase für die Schüler beginnt am 09.01.2023.

Sie erreichen das BFE-Portal über https://bfe.jobnavi-mk.de/node/261881


Praktikumsbörse – eine Chance gerade für kleinere Unternehmen
Praktische Erfahrungen in der Arbeitswelt sind ein elementarer und wichtiger Bestandteil der Beruflichen Orientierung. Ab der neunten Klasse erhalten die Schüler die Möglichkeit, in mehrwöchigen Schülerpraktika einen Einblick in die Berufswelt zu bekommen.

Engagierte und motivierte Unternehmen, welche bereit sind, Jugendlichen ein Schülerpraktikum zu ermöglichen, sind an dieser Stelle unerlässlich.

Der Märkische Kreis hat eine Online-Praktikumsbörse initiiert, über die sich Unternehmen sowie Schüler unkompliziert für mehrwöchige Schülerpraktika finden können. Die Börse ist für alle Beteiligten kostenfrei, dafür aber mit vielen Chancen verbunden. Die Jugendlichen können herausfinden, ob sie ein gewisser Beruf interessiert und ob sie in diesem gerne eine duale Ausbildung beginnen möchten.

Auch Ihrem Unternehmen bietet die Praktikumsbörse viele Vorteile:

• Kostenlose Nutzung
• Unterstützung durch die Kommunale Koordinierungsstelle und die Betreiberfirma Impiris
• Zeitlich unbefristetes Einstellen der Praktikumsangebote (unabhängig von BFE-Angeboten)
• Die Praktikumsangebote sind nicht an Zeiträume gebunden
• Hochladen sämtlicher Praktika aus unterschiedlichen Sparten (z.B. Produktion, Verwaltung, Logistik usw.)
• Sie entscheiden, für welche Jahrgangsstufe(n) und für wie viele Wochen Sie Praktika anbie-ten möchten
• Direktbewerbungen interessierter Schüler einschließlich eines Lebenslaufes über das Portal
• Einheitliches Bewerbungslayout und dadurch bessere Vergleichbarkeit der Bewerbungen
• Sie entscheiden, ob Sie jemanden für ein Schülerpraktikum aufnehmen möchten
• Bei Interesse nehmen Sie im Anschluss Kontakt mit den Jugendlichen auf und besprechen alle Einzelheiten

Gerade für kleinere Unternehmen oder außergewöhnliche Berufssparten ist die Praktikumsbörse eine sehr gute Möglichkeit, sich bei Schülern bekannt und Werbung für sich zu machen. Aber auch größere Unternehmen können von der Praktikumsbörse profitieren. Im besten Fall gewinnt Ihr Betrieb zukünftige Auszubildende!

Sollten Sie als Unternehmen bereits das BFE-Portal genutzt haben bzw. dort registriert sein, melden Sie sich mit Ihren gewohnten Login-Daten in der Praktikumsbörse an.
Die Praktikumsbörse ist unter https://praktikum.jobnavi-mk.de/node/267970 erreichbar.

Die Kommunale Koordinierungsstelle KAoA freut sich auf Ihre zahlreiche Beteiligung. Nur, wenn Sie als Betriebe bereit sind, Ihre Berufsfelder vorzustellen und Praktika zu ermöglichen, können Schüler sich perspektivisch für eine Ausbildung oder ein Studium entscheiden.

Kontaktieren Sie bei Fragen oder Anregungen sehr gerne Karina Hahn von der Kommunalen Koordinierungsstelle KAoA des Märkischen Kreises, Telefon: 02351 966-6519, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Unter www.jobnavi-mk.de finden Sie zudem viele weitere Informationen rund um die Berufliche Orientierung, den Übergang von Schule in den Beruf sowie Themen zur Elternarbeit.

 

Quelle: Märkischer Kreis

19.11.2022 FH SWF: Herausragende Abschlussarbeiten ausgezeichnet

Pressemitteilung der Fachhochschule Südwestfalen vom 14.11.2022

 

"Herausragende Abschlussarbeiten ausgezeichnet
Budde-Stiftung ehrt drei Absolvent*innen der Fachhochschule Südwestfalen aus Hagen, Iserlohn und Meschede

 

Iserlohn. Mit dem Budde-Preis 2022 zeichnet die Budde-Stiftung zwei Absolventinnen und einen Absolventen der Fachhochschule Südwestfalen aus. Der Preis ist mit jeweils 5000 Euro dotiert und würdigt in diesem Jahr hervorragende Abschlussarbeiten aus den Studiengängen Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau und Mechatronik.

Vanessa Wewer, Absolventin des Masterstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen in Hagen, beschäftigte sich in ihrer Arbeit mit der Entwicklung eines Vorgehensmodells zur Konzeption, Beschreibung und Modellierung von digitalen Zwillingen, also virtuellen Abbildungen eines Produktes, und deren Orchestrierung entlang des Produktlebenszyklus. Die Ergebnisse ihrer Arbeit dienen als Ausgangsbasis für die Einführung digitaler Zwillinge als Teil der Digitalisierungsstrategie des Unternehmens GEA am Standort Oelde, bei dem sie ihre Masterarbeit verfasste. Sie tragen dazu bei, mittels des Datenmanagements und des Einsatzes digitaler Technologien unterschiedliche Anwendungen und Geschäftsmodelle zu realisieren und so das Potential des digitalen Zwillings auszuschöpfen. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Ines von Weichs.

Jan-Luca Schneider, Absolvent des Iserlohner Verbund-Bachelorstudiengangs Mechatronik, erhielt den Preis für die Entwicklung einer automatischen Methode zur Risserkennung bei dem Tiefungsversuch nach Erichsen an Blechen und Folien mit einer Wandstärke von unter 0,1mm. Erstellt wurde die Arbeit bei der Firma Erichsen GmbH & Co. KG in Hemer. Kunden haben die Herausforderung, immer dünnere Bleche auf Umformbarkeit zu prüfen. Bei dem entsprechenden Tiefungsversuch ist der Zeitpunkt des auftretenden Risses schwer festzustellen. Jan-Luca Schneider entwickelte daher in seiner Abschlussarbeit eine universell anwendbare, nutzerunabhängige und automatisierte Testmethode. Licht aus dem Werkzeug wird emittiert, fällt durch den Riss in das Blech, sodass der Kamerasensor in Verbindung mit der Auswerteeinheit den Zeitpunkt des Risses erkennen und damit die Umformbarkeitsgrenze feststellen kann. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Michael Marré.

Mit der Weiterentwicklung einer selbstlernenden Richtsystematik für die Automatisierung des Richtprozesses hinsichtlich des Öffnungs- und Verschränkungsmaßes an einem Stabilisator beschäftige sich Michelle Henkies. Sie ist Absolventin des Bachelorstudiengangs Maschinenbau am Standort Meschede. Die Abschlussarbeit wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Muhr und Bender KG in Attendorn erstellt. Stabilisatoren werden im Fahrwerk von Autos montiert und dienen als Federelement zur Reduzierung des Wankwinkels beim Kurvenfahren. Mit ihrer Arbeit schaffte Michelle Henkies die Grundlagen für die Überführung eines kostenintensiven manuellen Richtprozesses in einen wirtschaftlich effizienteren automatisierten Prozess. Betreuer der Arbeit war Prof. Dr. Jörg Kolbe.

Hintergrund Budde-Preis

Der Budde-Preis wird einmal im Jahr an Absolventinnen und Absolventen der Fachhochschule Südwestfalen vergeben, die sich bei ihrer ingenieurwissenschaftlichen Abschlussarbeit durch hervorragende Leistungen ausgezeichnet haben. Die Arbeiten sollen sich durch außergewöhnlich innovative Ideen auszeichnen und ein hohes Maß an Kreativität erkennen lassen.

Nach dem erfolgreichen Abschluss seines Maschinenbaustudiums an der Staatlichen Ingenieurschule in Hagen, einer Vorgängereinrichtung der Fachhochschule Südwestfalen, hat Dipl.-Ing. Dirk Budde die Firma ALMATEC Maschinenbau GmbH gegründet und diese gemeinsam mit seiner Frau Ursula Budde zu einem erfolgreichen Unternehmen entwickelt.

Zum Dank für die gute Ausbildung und zum Zwecke der Motivation junger Studierender hat die Familie Budde die Budde-Stiftung eingerichtet. Stiftungszweck sind die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie die Förderung der Berufsbildung."

 

Quelle: Pressemitteilung der Fachhochschule Südwestfalen vom 14.11.2022

14.11.2022 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im November 2022

Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und und Klimaschutz (BMWK) vom 14.11.2022

 

"14.11.2022 PRESSEMITTEILUNG

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im November 2022[1]

  • Die anhaltend hohen Energiepreise, die steigende Inflation und die damit verbundenen Kaufkraftverluste belasten zunehmend die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.

  • Zwar ist das dritte Quartal laut aktueller amtlicher Zahlen besser verlaufen als erwartet und die deutsche Wirtschaft gewachsen. Für den weiteren Verlauf erwartet die Bundesregierung jedoch eine rückläufige Wirtschaftsleistung im Winterhalbjahr 2022/23, in deren Folge die Zuwachsrate des BIP im Jahresdurchschnitt 2023 leicht negativ sein dürfte.

  • Der Industrie ist es gelungen, ihren Gasverbrauch seit Jahresbeginn substantiell zu reduzieren. Ein Großteil dieser Einsparungen ist auf steigende Effizienz sowie Substitution durch alternative Energiequellen zurückzuführen. Produktionseinbußen zeigen sich vor allem in den energieintensiven Industriezweigen. Die Gasspeicher sind Stand Anfang November zu über 99 % befüllt.

  • Die Industrieproduktion legte am Ende des dritten Quartals noch einmal zu. Der Ausblick für die kommenden Monate ist aber eingetrübt angesichts einer spürbar rückläufigen Nachfrage und einer deutlich unterkühlten Stimmung in den Unternehmen.

    Die Umsätze im Einzelhandel nahmen im September wieder zu, obwohl es bei den Tankstellen nach Auslaufen des Tankrabatts zu einem Einbruch gekommen ist. Die Stimmung unter den privaten Verbrauchern ist nach wie vor stark eingetrübt.

  • Die Inflationsrate ist im Oktober weiter auf 10,4 % gestiegen, den höchsten Wert seit Dezember 1951. Dabei dürfte sich die Mehrwertsteuersenkung für Erdgaslieferungen und Fernwärme von 19 % auf 7 % dämpfend ausgewirkt haben.

  • Im Oktober zeigt sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust, aber Spuren der ungünstigeren konjunkturellen Aussichten werden erkennbar. Angesichts der Engpässe am Arbeitsmarkt versuchen Unternehmen, ihre Beschäftigten zu halten.

  • Von Januar bis August 2022 meldeten die deutschen Amtsgerichte mit insgesamt 9.414 beantragten Unternehmensinsolvenzen rund 2 % weniger Anträge als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Aktuelle Frühindikatoren und Umfragen deuten auf steigende Insolvenzzahlen in den nächsten Monaten hin, eine „Insolvenzwelle“ ist derzeit jedoch nicht in Sicht.

 

DEUTSCHE VOLKSWIRTSCHAFT STEHT VOR WINTERREZESSION

Die anhaltend hohen Energiepreise, die steigende Inflation und die damit verbundenen Kaufkraftverluste belasten weiterhin die Aussichten für die deutsche Wirtschaft. Laut Umfragen liegen sowohl die Geschäftserwartungen der Unternehmen als auch das Konsumklima nach wie vor auf Tiefständen. Demgegenüber stehen aber auch einige Erfolge: So ist es der Industrie gelungen, seit Jahresbeginn gut 20 % ihres Gasverbrauchs einzusparen und unabhängiger von russischem Erdgas zu werden. Ein Großteil dieser Einsparungen ist auf gesteigerte Effizienz zurückzuführen, da sich die Wirtschaftsleistung vergleichsweise stabil hält. Zudem haben Unternehmen in ihrer Produktion Gas teilweise durch alternative Energiequellen substituieren können. Die Gasspeicher sind seit Anfang November zu über 99 % gefüllt. Zudem ist die Wirtschaft laut der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamts vom 28. Oktober im dritten Quartal entgegen den Erwartungen um preisbereinigt +0,3 % gegenüber dem Vorquartal gewachsen.

Die weiteren Aussichten sind dennoch stark eingetrübt. Die Industrieproduktion insgesamt ist zwar am aktuellen Rand stabil, im Berichtsmonat September wuchs sie um 0,7 %. Deutliche Rückgänge waren aber bereits seit Jahresanfang in den energieintensiven Bereichen des Verarbeitenden Gewerbes zu verzeichnen – sie liegen rund zehn Prozent unter dem Niveau vom Jahresanfang. Zudem waren die Auftragseingänge auch im September stark rückläufig (-4,0 %) und sprechen für eine weiter abkühlende Nachfrage. Auch der Ausblick für den Außenhandel bleibt pessimistisch: Im September lagen sowohl Ausfuhren als auch Einfuhren im Minus. Der Anstieg der Verbraucherpreise erreichte derweil im Oktober einen neuen Höchstwert von +10,4 % gegenüber Vorjahr. Dies ist der höchste Wert seit über 70 Jahren.

Unter dem Strich bestätigt sich das Bild der Herbstprojektion vom 12. Oktober, nach der die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr noch ein Wachstum von 1,4 Prozent aufweisen dürfte, welches vor allem auf die positive Entwicklung in den ersten drei Quartalen zurückzuführen ist. Im Winterhalbjahr 2022 / 2023 dürfte die deutsche Wirtschaft dann in eine Rezession rutschen. Für das Jahr 2023 erwartet die Bundesregierung als Folge im Jahresdurchschnitt einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 % im Vorjahresvergleich.

VERBESSERTE LAGE IN DER WELTWIRTSCHAFT

Aktuelle Indikatoren zeigen eine insgesamt robuste Entwicklung des globalen Umfeldes. Die weltweite Industrieproduktion verbesserte sich im August mit +0,5 % leicht gegenüber dem Vormonat und auch der Welthandel legte im August gegenüber dem Vormonat mit +0,7 % etwas zu. Auch die Stimmungsindikatoren am aktuellen Rand signalisieren eine Stabilisierung der weltwirtschaftlichen Lage auf niedrigem Niveau. Der Index von S&P Global (ehemals IHS Markit) lag im September zwar weiter unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, konnte allerdings gegenüber dem Vormonat geringfügig zulegen. Die Zuwächse im Dienstleistungsbereich konnten einen Rückgang im Bereich des Verarbeitenden Gewerbes ausgleichen. Für die kommenden Monate rechnen die Umfrageteilnehmer allerdings mit einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld.

LEICHTER RÜCKGANG DER IM- UND EXPORTE

Sowohl die nominalen Einfuhren als auch die nominalen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen lagen im September saisonbereinigt mit -2,6 % bzw. -0,3 % gegenüber dem Vormonat im Minus. Der Rückgang der nominalen Werte liegt vor allem an den stark rückläufigen Preisen der Im- und Exporte (-0,9 % bzw. -0,6 % ggü. Vormonat). Real dürfte der Rückgang deswegen deutlich schwächer gewesen sein. Infolge des starken Preisrückgangs von importierten Energieträgern, insbesondere Gas, haben sich auch die Terms of Trade verbessert. So erholte sich der Handelsbilanzüberschuss im September deutlich und lag bei +2,6 Mrd. Euro (August: -1,3 Mrd. Euro). Allerdings ist dieser vor allem aufgrund der Energiepreiskrise immer noch auf einem sehr niedrigen Niveau, im September des Vorjahres lag er mit +12,0 Mrd. Euro fast zehnmal so hoch.

Der Ausblick für den Außenhandel bleibt pessimistisch, hat sich aber leicht verbessert. Die ifo-Exporterwartungen haben sich mit -5,3 Saldenpunkten im Oktober leicht erhöht, liegen aber weiterhin auf einem Niveau, das mit dem Frühjahr 2020 vergleichbar ist. Die Erholung von den Lieferengpässen setzt sich, nach dem Rücksetzer im September, im Oktober weiter fort. Laut ifo-Umfrage berichten im Oktober 64 % der Unternehmen von Engpässen in der Beschaffung. Die Auflösung von Staus vor wichtigen Häfen sowie sinkende Containerfrachtraten dürften die Situation verbessert haben.

EINGETRÜBTE AUSSICHTEN FÜR DIE INDUSTRIEKONJUNKTUR

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im September gegenüber dem Vormonat um 0,6 % gestiegen. Während der Ausstoß in der Industrie um 0,7 % zunahm, kam es im Baugewerbe zu einem Rückgang um 0,3 %. Der Bereich Energie verzeichnete einen Zuwachs um 1,7 %.

In den einzelnen Industriebranchen kam es zu unterschiedlichen Entwicklungen: Im gewichtigen Bereich Kfz und Kfz-Teile gab es ein kräftiges Plus von 9,3 % im Vormonatsvergleich. Auch pharmazeutische Erzeugnisse (+10,9 %), Kokerei und Mineralölverarbeitung (+10,5 %), Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse (+3,8 %), Papier und Pappe (+1,2 %) sowie Metallerzeugnisse (+0,9 %) meldeten Zuwächse. Andere Wirtschaftszweige indes, wie die energieintensiven chemischen Erzeugnisse (-2,9 %) sowie Glas, Glaswaren und Keramik (-1,3 %), aber auch der Maschinenbau (-1,7 %), verzeichneten Abnahmen ihrer Produktion.

Die Auftragseingänge sind im September gegenüber dem Vormonat um 4,0 % gesunken. Bereits im August waren sie um 2,0 % gefallen. Insgesamt lagen die Bestellungen zuletzt 10,8 % unterhalb des Vorjahresniveaus. Der Rückgang im Vormonatsvergleich war auf einen Einbruch der Auslandsnachfrage zurückzuführen: Während die inländischen Bestellungen noch leicht im Plus lagen, sanken die Auftragseingänge aus dem Ausland um 6,3 % (Nicht-Euroraum) bzw. sogar 8,0 % (Euroraum). Auf Branchenebene schlugen kräftige Rückgänge in den beiden größten Industriebereichen Kfz (-9,0 %) und Maschinenbau (-8,1 %) auf den Gesamtindex durch. Der Höhenflug der Auftragseingänge, der sich nach der Corona-Pandemie im Zuge von Nachholeffekten eingestellt hatte, scheint beendet zu sein. Die Auftragseingänge liegen nun wieder auf einem Niveau wie vor der Corona-Krise.

Für die Industriekonjunktur bleibt der Ausblick auf die kommenden Monate eingetrübt, auch wenn die Industrieproduktion am Ende des dritten Quartals noch einmal zulegte und es im Quartalsvergleich zu einem beachtlichen Plus um 0,5 % gekommen ist. So ist die Nachfrage merklich rückläufig und die Stimmung in den Unternehmen deutlich unterkühlt.

UMSATZ IM EINZELHANDEL LEGT WIEDER ZU – TROTZ EINBRUCH BEI TANKSTELLEN

Die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz haben sich im September gegenüber dem Vormonat um 0,9 % erhöht. Dabei ist zu beachten, dass der Tankstellen-Umsatz mit einem Minus von 15,7 % so stark wie noch nie seit Beginn der Erhebung der Zeitreihe zurückgegangen ist. Ende August ist der Tankrabatt ausgelaufen und die Verbraucher haben zuvor offensichtlich noch einmal kräftig ihre Vorräte aufgefüllt. Im Vergleich zum September 2021 meldete der Einzelhandel ein (reales) Umsatzminus von 0,9 %, was zu einem beträchtlichen Teil auch auf die hohen Preissteigerungen im Einzelhandel zurückzuführen ist. So kam es in nominaler Rechnung, also ohne Preisbereinigung, binnen Jahresfrist zu einem Umsatzplus von 9,9 %. Der Handel mit Lebensmitteln verzeichnete im September im Vergleich zum Vormonat eine Zunahme des realen Umsatzes von 2,6 % (ggü. Vorjahresmonat -2,4 %). Der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren meldete ein Umsatzplus 9,9 % (ggü. Vorjahresmonat +11,8 %). Der Internet- und Versandhandel verbuchte im September einen Anstieg um 5,8 % (ggü. Vorjahresmonat -1,0 %). Die Neuzulassungen von Pkw durch private Halter haben im Oktober um 5,3 % abgenommen, nachdem es allerdings in den fünf Monaten zuvor zu teilweise kräftigen Steigerungen gekommen war.

Die Talfahrt bei der Stimmung in den privaten Haushalten ist laut dem GfK Konsumklima erst einmal gestoppt. Für November wird ein leichter Anstieg prognostiziert, gleichwohl liegt das Konsumklima aber nach wie vor auf einem äußerst niedrigen Niveau. Die ifo Geschäftserwartungen im Einzelhandel hingegen trübten sich im Oktober erneut ein. Der Saldo der Meldungen liegt hier inzwischen auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Beurteilung der Geschäftslage im Einzelhandel erweist sich jedoch gemäß ifo als vergleichsweise stabil und hat sich zuletzt sogar wieder leicht verbessert.

INFLATIONSRATE IM OKTOBER ERNEUT AUF HISTORISCHEM NIVEAU

Die Inflationsrate, gemessen am Anstieg des Verbraucherpreisniveaus binnen Jahresfrist, hat sich im Oktober weiter auf 10,4 % erhöht. Dieser Wert entspricht dem höchsten Stand seit Dezember 1951. Damals hatte ein knappes Güterangebot kurz nach der Währungs­reform für hohe Inflationsraten gesorgt. Damit stieg die Rate im Oktober 2022 um 0,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat (September: +10,0 %). Die Kerninflationsrate (ohne Nahrungsmittel und Energie) lag mit +5,0 % (September: +4,6 %) erneut nicht einmal halb so hoch wie die Gesamtrate, allerdings auf dem höchsten Stand seit Dezember 1993.

Die Teuerung der Energieträger fiel erneut sehr kräftig aus (+43,0 %; September: + 43,9 %). Der Anstieg der Preise für Nahrungsmittel verzeichnete mit +20,3 % ein neues Allzeithoch seit der Wiedervereinigung (September: +18,7 %). Insbesondere hier wirkten sich Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen preiserhöhend aus. Im September stiegen die Erzeugerpreise binnen Jahresfrist mit +45,8 % so stark wie im Vormonat, als bereits ein trauriger Rekord seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949 aufgestellt wurde. Die Importpreise verteuerten sich im September um +29,8 % gegenüber dem Vorjahr, gingen aber gegenüber dem Vormonat leicht zurück (-0,9 %). Der Anstieg der Großhandelsverkaufspreise fiel im September ebenfalls erneut stärker aus (gegenüber September 2021: +19,9 %; gegenüber August 2022: +1,6 %).

Preisdämpfend dürfte sich die Mehrwertsteuersenkung für Erdgaslieferungen und Fernwärme von 19 % auf 7 % aus dem dritten Entlastungspaket auf die Inflationsrate ausgewirkt haben. Dennoch stiegen die Preise hier deutlich gegenüber dem Vorjahresmonat (Gas: +109,8 %; Fernwärme: +35,6 %). Auch für die nächsten Monate werden hohe Inflationsraten erwartet. Die Bundesregierung geht in ihrer Herbstprojektion von Mitte Oktober für den Jahresdurchschnitt 2022 von einem Anstieg um 8,0 % aus. 2023 wird dank der Gas- und Strompreisbremsen mit einer Dämpfung gerechnet (+7,0 %). Diese Einschätzung wird auch von dem Sachverständigenrat in seinem jüngsten Jahresgutachten geteilt (+8,0 % bzw. +7,4 %).

SEITWÄRTSBEWEGUNG AM ARBEITSMARKT

Im Oktober zeigt sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust, aber Spuren der schlechten konjunkturellen Aussichten werden erkennbar. So fällt die typische Herbstbelebung etwas schwächer aus als gewöhnlich. Insgesamt kam es zu einer Seitwärtsbewegung der Beschäftigtenzahlen. Der Anstieg der registrierten Arbeitslosigkeit hat weiter nachgelassen und lag im Oktober bei 8.000 Personen. Die Fluchtmigration aus der Ukraine wirkte sich darin nicht mehr erhöhend aus, sondern ist nun in der Unterbeschäftigung sichtbar, wo Menschen in Sprachkursen und anderen Maßnahmen erfasst werden. Die Zahl der Unterbeschäftigten lag im Oktober saisonbereinigt um 29.000 Personen über dem Vormonat. Die Erwerbstätigkeit stagnierte im September auf einem Höchststand, wobei der August aufwärts revidiert wurde (+12.000 Personen). In der Erstmeldung war ein Rückgang berichtet worden. Bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung gab es im August nach saisonbereinigter Rechnung ein merkliches Plus (+31.000 Personen). Die Inanspruchnahme der Kurzarbeit lag im August bei rund 0,1 Mio. Personen und war damit etwas aufwärtsgerichtet. Die Anzeigen deuten auf einen weiteren leichten Anstieg hin. Betrachtet nach Wirtschaftszweigen sind die besonders energieintensiven Branchen bislang unauffällig. Die Frühindikatoren sind weiter gesunken und sprechen für eine Abkühlung beim Beschäftigungsaufbau. Insgesamt aber versuchen die Unternehmen, angesichts der bestehenden Engpässe am Arbeitsmarkt ihre Beschäftigten zu halten.

INSOLVENZEN IM JAHR 2022 INSGESAMT UNTER VORJAHRESNIVEAU

Die rückläufige Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen der vergangenen beiden Jahre hält weiterhin an und die Zahlen bleiben auch im Jahr 2022 bisher weiterhin unter Vorjahresniveau. Nach endgültigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes meldeten die deutschen Amtsgerichte von Januar bis August 2022 mit insgesamt 9.414 beantragten Unternehmensinsolvenzen 2,3 % weniger Anträge als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Als Frühindikator gibt die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen Hinweise auf die künftige Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen. Nach einem deutlichen Rückgang der Regelinsolvenzen im September von 20,6 % ggü. dem Vormonat gab es im Oktober mit 18,4 % mehr beantragten Verfahren ggü. dem Vormonat eine Gegenbewegung. Experten des IW Halle gehen von steigenden Insolvenzzahlen in den nächsten Monaten aus; eine „Insolvenzwelle“ wird derzeit jedoch nicht erwartet. Allerdings stellen die Folgen des Kriegs in der Ukraine und die drastisch gestiegenen Energiepreise für viele Unternehmen Belastungen dar, deren Auswirkungen auf das Insolvenzgeschehen in den nächsten Monaten nur schwer abzuschätzen sind.

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[1] In diesem Bericht werden Daten genutzt, die bis zum 11. November 2022 vorlagen. Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Veränderungsraten gegenüber der jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie kalender- und saisonbereinigter Daten.

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Ausgewählte Daten zur wirtschaftlichen Lage
Stand: November 2022
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 Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und und Klimaschutz (BMWK) vom 14.11.2022

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