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06.08.18 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Juli 2018

BMWi-Pressemitteilungen vom 13.07.18:

 

"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Juli 2018

  • Die deutsche Wirtschaft nimmt im Mai Fahrt auf. Der Aufschwung setzt sich leicht beschleunigt fort. Die außenwirtschaftlichen Risiken und die Verunsicherung der Wirtschaft bleiben jedoch hoch.
  • Das Produzierende Gewerbe hat seine Erzeugung im Mai kräftig ausgeweitet. Bei den industriellen Auftragseingängen gibt es Entspannung, aber noch keine Entwarnung. Das Baugewerbe befindet sich in der Hochkonjunktur.
  • Die Einkommen steigen und die Konsumnachfrage der privaten Haushalte bleibt rege. Auch der Handel zeigt sich weiter zuversichtlich.
  • Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in weiten Teilen der Wirtschaft lässt die Erwerbstätigkeit weiter zunehmen. Die Beschäftigung in strukturschwachen Gebieten und die Langzeitarbeitslosigkeit bleiben gleichzeitig Herausforderungen.

Die deutsche Konjunktur hat sich im Mai beschleunigt. [1] Bis dahin hat die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr nur vergleichsweise verhalten zugenommen. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich im ersten Quartal vor dem Hintergrund einer geringen Dynamik von wichtigen deutschen Absatzmärkten und aufgrund vorübergehender nationaler Sondereffekte lediglich um 0,3 %. Auch im April konnte die Industrieproduktion noch nicht Tritt fassen. Erst im Mai kam es zur erwarteten Belebung. Vielleicht brauchte die Wirtschaft diese Zeit, um die neue außen- und handelspolitische Tonlage einzuschätzen und ihre erste, abwartende Reaktion zu überwinden. Trotz dieser Störungen ist die deutsche Wirtschaft unverändert in guter Verfassung. Die Baukonjunktur ist ausgezeichnet und in den DienstIeistungsbereichen werden weiterhin Arbeitskräfte gesucht und eingestellt. Insgesamt deuten die aktuellen Konjunkturindikatoren darauf hin, dass die deutsche Wirtschaftsleistung nunmehr wieder etwas stärker zunimmt als im Vorquartal. Abgesehen von dem Damoklesschwert der internationalen Handelspolitik sind die Perspektiven daher durchaus positiv. Diese Gemengelage spiegelt auch das weiterhin positive ifo Geschäftsklima für die Gesamtwirtschaft wider: Hier stehen geerdete Erwartungen weiterhin hervorragend guten Lagebeurteilungen gegenüber.

Der Aufschwung der Weltwirtschaft verlor im ersten Quartal vorübergehend etwas an Schwung. Hierauf weisen Indikatoren für den globalen Handel und die Industrieproduktion hin. Bei unterschiedlicher Entwicklung in den Schwellenländern beruht die verlangsamte Dynamik der globalen Wirtschaft vor allem auf einem geringeren Wachstum in den entwickelten Volkswirtschaften. Während der IHS Markit Global Composite PMI seit April wieder anstieg, verschlechterte sich der ifo Index zum Weltwirtschaftsklima für das zweite Quartal 2018. Auch der OECD Composite Leading Indicator für die OECD-Staaten, der insbesondere Wendepunkte anzeigen soll, setzte im Mai seinen seit Ende letzten Jahres anhaltenden Abwärtstrend fort. Während er für den Euroraum, unter anderem auch für Deutschland, ein geringeres konjunkturelles Momentum signalisiert, zeichnet sich für die USA eine Stärkung ab. Die OECD rechnet in ihrer jüngsten Prognose mit einem Anstieg des Welt-BIP um 3,8 % im Jahr 2018 und um 3,9 % im Jahr 2019.

Die deutschen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen haben zu Jahresbeginn unter dem weniger dynamischen außenwirtschaftlichen Umfeld gelitten. Im April und Mai haben sie aber wieder zugenommen. Sie stiegen im Mai saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 1,4 % nach 0,8 % im April. Allerdings zogen auch die Ausfuhrpreise an. Die ifo Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe sind im Juni – im Zuge der aktuellen Zolldebatte – den siebten Monat in Folge gefallen. Die nominalen Importe von Waren und Dienstleistungen nahmen im Mai mit einem saisonbereinigten Plus von 0,8 % weniger stark zu. Sie dürften jedoch angesichts der steigenden Binnennachfrage auch im weiteren Jahresverlauf aufwärtsgerichtet bleiben.

Nach einer unsteten und schwachen Industrieproduktion in den letzten Monaten kam es im Mai zu kräftigen Produktionssteigerungen. Die Erzeugung in der Industrie nahm um 2,7 % zu. Allerdings wurde dies durch die Konstellation von Feier- und Brückentagen etwas unterstützt. Aber auch im Zweimonatsvergleich April/Mai gegenüber Februar/März stieg die Industrieproduktion um 0,5 % an. Die Produktion im Baugewerbe wurde mit +3,1 % im Mai abermals erheblich ausgeweitet. Auch bei den Auftragseingängen im Verarbeitenden Gewerbe konnte die viermonatige Negativserie durch ein kräftiges Plus von 2,6 % im Mai gestoppt werden. Dabei war der Anteil an Großaufträge sogar unterdurchschnittlich. Im Zweimonatsvergleich Februar/März gegenüber April/Mai ergab sich gleichwohl noch ein Auftragsminus von 0,8 %. Während sich die Bestelltätigkeit aus dem Nicht-Euroraum im gleichen Zeitraum um 3,6 % erhöhte, gingen die Bestellungen aus dem Inland um 1,5 % und vor allem die aus dem Euroraum um 6,0 % zurück. Nach wie vor verfügt das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland aber über ein sehr gutes Auftragspolster; im April lag die Reichweite bei 5,6 Monaten. Das Geschäftsklima des Verarbeitenden Gewerbes hat sich laut ifo Konjunkturtest etwas eingetrübt, liegt aber weiterhin über dem langjährigen Durchschnitt. Die Industriekonjunktur dürfte daher in den kommenden Monaten moderat aufwärtsgerichtet bleiben. Die Risiken insbesondere durch eine mögliche Eskalation der Handelskonflikte bleiben aber gegenwärtig.

Die privaten Konsumausgaben expandierten nach einer kleinen Durststrecke im ersten Quartal 2018 mit einem Wachstum von 0,4 % wieder stärker. Die Nettolöhne und -gehälter stiegen saisonbereinigt um 1,7 % und damit so stark wie seit drei Jahren nicht mehr. Auch am aktuellen Rand setzt sich das Lohnwachstum fort, im Juni lagen die Tariflöhne 2,4 % über ihrem Vorjahreswert. Zusammen mit der anhaltend guten Beschäftigungsentwicklung dürften die privaten Konsumausgaben daher auch im zweiten Quartal ein Konjunkturtreiber bleiben. Weitere Indikatoren für den privaten Konsum senden allerdings lediglich gemischte Signale. Die Umsätze im Einzelhandel gingen im Mai um 2,1 % zurück, die Zahl der Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen, insbesondere bei den privaten Haltergruppen, ist deutlich höher als vor einem Jahr. Während sich das ifo Geschäftsklima für den Handel im Juni wieder etwas eingetrübt hat, stabilisiert sich das Konsumklima im Juli auf hohem Niveau.

Die insgesamt positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt halten an. Die Frühindikatoren signalisieren eine starke Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften. Im Mai nahm die Erwerbstätigkeit saisonbereinigt um 37.000 Personen zu; auf Jahressicht lag der Beschäftigungszuwachs weiter bei 1,3 %. Im April war der Anstieg bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, nach den dämpfenden Sonderfaktoren im Vormonat, wie erwartet wieder kräftiger (+60.000 Personen). Die Zahl der Arbeitslosen sank im Juni saisonbereinigt etwas stärker als in den beiden Vormonaten um 15.000 Personen und lag nach den Ursprungszahlen unter der Marke von 2,3 Mio. Personen. Die schrittweise Verringerung der Arbeitslosigkeit dürfte sich fortsetzen. Die Eindämmung der Langzeitarbeitslosigkeit und die Stärkung der Beschäftigung in strukturschwachen Gebieten bleiben langfristig Herausforderungen.

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Hinweis:
Eine ausführliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in der August-Ausgabe des Monatsberichts „Schlaglichter der Wirtschaftspolitik“ veröffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 31. Kalenderwoche 2018 auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu finden sein.

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[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 12. Juli 2018 vorlagen. Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Veränderungsraten gegenüber der jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter und kalender- und saisonbereinigter Daten.

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Ausgewählte Daten zur wirtschaftlichen Lage
Stand: Juli 2018
PDF: 125KB"

 

Quelle: BMWi-Pressemitteilungen vom 13.07.18


03.08.18 Gründerstipendium.NRW schafft Freiraum für angehende Unternehmerinnen und Unternehmer

Pressemitteilung vom 28.06.18 von Landesregierung Nordrhein-Westfalen 

"Gründerstipendium.NRW schafft Freiraum für angehende Unternehmerinnen und Unternehmer


Minister Pinkwart: Mit der neuen Förderung geben wir Starthilfe für zündende Geschäftsideen in unserem Land
Die Initiative „Neue Gründerzeit NRW“ zur Förderung des Gründergeschehens erhält einen neuen Baustein: Am 1. Juli startet das Gründerstipendium.NRW.

Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie teilt mit:
Die Initiative „Neue Gründerzeit NRW“ zur Förderung des Gründergeschehens erhält einen neuen Baustein: Am 1. Juli startet das Gründerstipendium.NRW. Gründerinnen und Gründer können mit monatlich 1.000 Euro bis zu ein Jahr lang gefördert werden. Das Land will ihnen so den Rücken freihalten, damit sie sich auf ihre innovative Geschäftsidee konzentrieren können. Die Vergabe erfolgt dezentral und unbürokratisch über die Gründernetzwerke in Nordrhein-Westfalen.

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Mit dem Gründerstipendium.NRW starten wir eine weitere wesentliche Maßnahme, um Nordrhein-Westfalen zu einem Land innovativer Start-ups und einer lebendigen Gründerszene zu machen. Die Landesregierung stellt dafür bis Ende 2022 26 Millionen Euro zur Verfügung. Das Gründerstipendium.NRW setzt da an, wo laut zahlreicher Studien der Schuh drückt: bei der Einkommensunsicherheit in der Anfangsphase. Mit der neuen Förderung geben wir Starthilfe für zündende Geschäftsideen in unserem Land.“

Voraussetzungen und Wege zum Gründerstipendium.NRW
• Zielgruppe des neuen Stipendiums sind angehende Gründerinnen und Gründer und Teams bis zu drei Personen, die zum Antragszeitpunkt noch kein Jahr gegründet haben.
• Entscheidend ist die innovative Geschäftsidee. Sie muss ein im Vergleich zum Stand der Technik verbessertes Produkt oder Verfahren oder eine neue Dienstleistung mit einem deutlichen Kundennutzen und Alleinstellungsmerkmalen enthalten.
• Die Auswahl und das Coaching der Stipendiatinnen und Stipendiaten erfolgt durch die landesweiten Gründernetzwerke wie die STARTERCENTER NRW, die Digital Hubs und weitere Inkubatoren und Akzeleratoren.
• Eine Bewerbung für das Gründerstipendium.NRW ist bei allen auf der Website www.gruenderstipendium.nrwverzeichneten zertifizierten Gründernetzwerken in der jeweiligen Region des Bewerbers möglich.
• Informationen, Formulare und Ansprechpartner für Bewerber und Netzwerkpartner gibt es ab dem 1. Juli 2018 auf www.gruenderstipendium.nrw."

 

 Quelle: Pressemitteilung vom 28.06.18 von Landesregierung Nordrhein-Westfalen

01.08.18 Ausbildungsmarkt im MK im Juli 2018

Pressemitteilung Nr. 069 / 2018 – 31. Juli 2018 von Agentur für Arbeit Iserlohn

 

"Ausbildungsmarkt im Juli: Fast 34.000 Jugendliche suchen noch eine Ausbildung

 

Der Ausbildungsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Iserlohn im Juli 2018 (im Vergleich zum Juli 2017)

• Gemeldete Bewerber: 2.970
(3,9 Prozent bzw. 119 Bewerber weniger um eine Ausbildungsstelle als im Juli 2017)

• Unversorgte Bewerber: 703
(13,4 Prozent bzw. 109 Bewerber weniger als im Juli 2017)

• Gemeldete Ausbildungsplätze: 2.916
(2,9 Prozent bzw. 88 gemeldete Ausbildungsstellen weniger als im Juli 2017)

• Offene Ausbildungsplätze: 959
(17,7 Prozent bzw. 144 Ausbildungsstellen weniger als im Juli 2017)

 

Viele freie Ausbildungsstellen im Juli:
Es ist noch Einiges möglich

Gesamter Agenturbezirk. Das Verhältnis der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern sowie der dazugehörigen Lehrstellen zeigt sich im Juli fast ausgeglichen. Beide Werte verzeichnen im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehen für alle im Suchprozess Beteiligten noch tolle Möglichkeiten.

„Am 1. August sowie September starten für viele Jugendliche ihre Ausbildung. Aktuell gibt es jedoch noch 703 Bewerberinnen und Bewerber, die eine passende Ausbildungsstelle suchen“, berichtet Sandra Pawlas, Chefin der Arbeitsagentur. Sie ermuntert: „Ich möchte allen noch suchenden Jugendlichen Mut machen, denn wir haben im Juli noch 959 unbesetzte Ausbildungsstellen aus den unterschiedlichsten Bereichen gemeldet. Eine Ausbildung kann – je nach Entscheidung der Arbeitgeber und Berufsschulen – auch noch bis Mitte November begonnen werden.“

Auch Ausbildungsbetriebe, die ihre Lehrstellen bisher nicht besetzen konnten, haben weiterhin Chancen auf den richtigen Auszubildenden. Sandra Pawlas bittet Ar-beitgeber, unbesetzte Ausbildungsstellen möglichst lange noch bei der Iserlohner Arbeitsagentur gemeldet zu lassen: „Auch wenn es bisher mit der Stellenbesetzung nicht rechtzeitig geklappt hat oder die Azubis kurzfristig abgesprungen sind – es gibt jedes Jahr noch viele Jugendliche, die überglücklich sind, wenn sie auch kurz vor knapp noch eine Ausbildungsstelle finden und antreten können. Auch kurzfristig kommen immer noch Jugendliche auf die Berufsberatung zu.“

2.970 Jugendliche haben sich seit Oktober 2017 an die Berufsberatung der Agen-tur für Arbeit Iserlohn gewandt, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Insgesamt sind das 119 Jugendliche (3,9 Prozent) weniger als im Jahr zuvor. 703 Jugendliche waren im Juli noch unversorgt; 13,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Vielzahl an Ausbildungsplatzbewerbern stehen 2.916 gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber, von denen noch 959 Ausbildungsplätze unbesetzt waren. Gegenüber den Werten aus Juli 2017 sind im Märkischen Kreis 2,9 Prozent (88 Stellen) weni-ger Ausbildungsstellen gemeldet worden.

Angebot und Nachfrage passen im Märkischen Kreis nicht immer zusammen.
Das Interesse der Ausbildungsplatzbewerber liegt vielfach im kaufmännischen Bereich, wohingegen der Großteil der Ausbildungsstellen aus der Elektro- und Metallbranche sowie dem Handwerk stammt.

Sandra Pawlas erklärt: „Derzeit ist noch so Einiges möglich, wobei es in unserem Flächenbezirk stark auf die Mobilität der Jugendlichen ankommt. Ist diese, häufig aufgrund des Alters, nicht gegeben, sind die Berufsberater die optimalen Ansprechpartner, um Jugendliche hinsichtlich beruflicher Alternativen zu beraten. Wichtig ist es, jetzt nicht aufzugeben – gemeinsam loten wir die Möglichkeiten für die Jugendlichen aus. Auch und gerade zum gegenwärtigen Zeitpunkt im Ausbildungsjahr passiert noch viel, weil beispielsweise von Jugendlichen Ausbildungsstellen doppelt besetzt werden, obwohl nur eine angetreten wird. Dadurch werden Stellen noch einmal neu gemeldet und es ergeben sich noch einmal komplett neue Chancen.“

 


Diese Berufe sind bei den 3.089 gemeldeten Jugendlichen voll im Trend (Top 10):

• Industriekaufmann/-frau (259 Bewerber)
• Maschinen- und Anlagenführer/in (175 Bewerber)
• Kaufmann/-frau - Büromanagement (162 Bewerber)
• Medizinische/r Fachangestellte/r (147 Bewerber)
• Kaufmann/-frau im Einzelhandel (143 Bewerber)
• Verkäufer/in (129 Bewerber)
• Industriemechaniker/in (118 Bewerber)
• Werkzeugmechaniker/in (100 Bewerber)
• Kfz.mechatroniker – PKW-Technik ( 84 Bewerber)
• Fachlagerist/in ( 68 Bewerber)


Dem gegenüber stehen die Top10 der gemeldeten Berufsausbildungsstellen:
• Industriekaufmann/-frau (163 Ausbildungsstellen)
• Kaufmann/-frau im Einzelhandel (141 Ausbildungsstellen)
• Werkzeugmechaniker/in (111 Ausbildungsstellen)
• Verkäufer/in (110 Ausbildungsstellen)
• Industriemechaniker/in (108 Ausbildungsstellen)
• Fachkraft – Lagerlogistik (101 Ausbildungsstellen)
• Zerspanungsmechaniker/in ( 96 Ausbildungsstellen)
• Maschinen- und Anlagenführer/in ( 93 Ausbildungsstellen)
• Kaufmann/-frau – Büromanagement ( 87 Ausbildungsstellen)
• Kfz.mechatroniker – PKW-Technik ( 68 Ausbildungsstellen)


Tipps für ausbildungsinteressierte Jugendliche:

• Nicht resignieren, nur weil der 1.8. gekommen ist – es bestehen noch immer gute Chancen! Bis ca. Mitte November besteht grundsätzlich die Möglichkeit, eine Ausbildung zu beginnen (Aber: Arbeitgeber und Berufsschulen entscheiden!)
• Zusammen mit der Berufsberatung frühzeitig „Plan B“, d.h. berufliche Alternativen, überlegen!
• Die Sommerferien nutzen und Praktika anbieten, um Arbeitgeber von den eigenen Fähigkeiten zu überzeugen und Noten optimaler Weise zu überstrahlen.
• Es gibt viele Berufe, die unbekannt sind, jedoch im Märkischen Kreis sehr gute berufliche Optionen bieten. Eine Übersicht über freie Ausbildungsstel-len findet sich unter: http://www.arbeitsagentur.de – Agentur für Arbeit Iserlohn – Aktuelles
• Eigenständig und regelmäßig im Internet unter http://jobboerse.arbeitsagentur.de über geeignete Ausbildungsstellen informieren.
• Täglich den Briefkasten leeren und umgehend auf Vermittlungsvorschläge der Berufsberatung bewerben!
• Nicht nur neben der Haustür nach Ausbildungsstellen suchen, sondern nach Möglichkeit den Bewerbungsradius ausweiten! (Zum Beispiel wurden in Lüdenscheid und Plettenberg mehr Ausbildungsstellen als Bewerberinnen und Bewerber gemeldet und es sind derzeit noch jede Menge Stellen unbesetzt.)
• Ausbildungsbegleitende Hilfen (kurz: abH), das kostenlose Nachhilfeprogramm der Agentur für Arbeit, bei Bewerbungen mit anbieten, sofern die Noten ggf. schwächer ausfallen. So erkennen Arbeitgeber die Motivation, in einer Ausbildung überzeugen zu wollen.
• Kontinuierlich im Kontakt mit den Berufsberaterinnen und Berufsberatern bleiben. Termine können unter der kostenfreien Durchwahl 0800 – 4 5555 00 vereinbart werden.


Tipps für Arbeitgeber mit (erneut) freien Ausbildungsstellen:

• Plötzlich wieder freie Ausbildungsstellen für dieses Jahr können unter der kostenfreien Hotline 0800-4 5555 20 erneut dem Arbeitgeberservice gemeldet werden. Es ist noch nicht zu spät! Allein im Mai haben sich noch jede Menge Bewerber in der Berufsberatung gemeldet, um Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz für dieses Jahr zu erhalten.
• Bewerber auf den zweiten Blick können die erste Wahl darstellen; viele Ju-gendliche sind schulmüde und stellen auch ohne Bestnoten in der Schule im Berufsleben sehr fähige Fachkräfte dar.
• abH, das kostenlose Nachhilfeprogramm der Bundesagentur für Arbeit kann notenschwache Auszubildende beim erfolgreichen Abschluss der Ausbildung unterstützen!
• Ein gutes Marketing für den eigenen Betriebe wird zu Zeiten rückläufiger Schulentlasszahlen immer wichtiger.
• Ausbildungsstellen für das kommende Ausbildungsjahr können bereits jetzt dem Arbeitgeberservice unter o.a. Durchwahl gemeldet werden.


Kontakt???

• Sofern Arbeitgeber Ausbildungsstellen melden möchte, ist montags bis frei-tags von 8 bis 18 Uhr die folgende, kostenfreie Durchwahl richtig: 0800 – 4 5555 20.
• Suchende Ausbildungsplatzbewerberinnen und –bewerber melden sich für einen Termin in der Berufsberatung unter der kostenfreien Durchwahl: 0800 – 4 5555 00."

 

 Quelle: Pressemitteilung Nr. 069 / 2018 – 31. Juli 2018 von Agentur für Arbeit Iserlohn

 

01.08.18 NRW-Ausbildungsmarkt im Juli: Fast 34.000 Jugendliche suchen noch eine Ausbildung

Pressemitteilung Nr. 25 / 2018 – 31. Juli 2018 von Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen

"Ausbildungsmarkt im Juli: Fast 34.000 Jugendliche suchen noch eine Ausbildung

Der Ausbildungsmarkt in NRW ging im Juli in die heiße Phase. Von Oktober 2017 bis Juli 2018 bewarben sich landesweit 124.738 junge Leute auf eine Lehrstelle. 2.833 oder 2,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Davon suchten 33.598 Jugendliche noch einen Ausbildungsplatz. Dagegen stieg die Zahl der bei den Agenturen für Arbeit gemeldeten Ausbildungsplätze um 5.213 oder 5,1 Prozent auf 107.626. Im Juli waren 37.683 Ausbildungsplätze unbesetzt. Auf Landesebene kamen im Schnitt auf 100 Bewerber 86 Ausbildungsangebote.


„Im August beginnen bereits die ersten Ausbildungen und noch sind 33.598 Jugendliche unversorgt“, sagte Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. „Ihnen stehen 37.683 noch unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber. Auf beide Seiten gibt es also noch viele Möglichkeiten und Chancen, zusammen in eine Berufsausbildung zu starten.“

„Was wir uns in NRW nicht erlauben können, sind Schranken im Kopf. Natürlich passt das Profil mancher Bewerber auf den ersten Blick nicht immer auf die ausgeschrieben Ausbildungsstelle. Doch viele Jugendliche eignen sich trotzdem, zum Beispiel aufgrund hoher Motivation für eine Lehrstelle“, sagte Schönefeld. Auch viele Jugendliche glaubten, „nur in einem bestimmten Beruf glücklich werden zu können, sehen aber nicht die Chancen in vergleichbaren Berufsfeldern, die ihren Wünschen vielleicht sogar viel mehr entsprechen.“

Aufeinander zugehen sei die Devise der Stunde, damit die unbesetzte Lehrstellen besetzt werden können und Bewerberinnen und Bewerber im Herbst nicht ohne Ausbildung dastehen: „Nicht immer muss es der auf den ersten Blick perfekte Azubi sein. Bei Zweifeln, ob eine Bewerberin oder ein Bewerber die Ausbildung erfolgreich durchlaufen kann, bieten die örtlichen Agenturen für Arbeit verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten. Diese reichen von finanziell geförderten Langzeitpraktika oder Einstiegsqualifizierungen über ausbildungsbegleitende Förderangebote bis hin zur assistierten Ausbildung, in denen Coaches Betrieb und Azubi durch die Ausbildung begleiten“, so Schönefeld. „Die Investition in die Ausbildung ist für Unternehmen die wichtigste Investition in die Zukunft eines Unternehmens. Das darf nicht aus den Augen verloren werden. Und für junge Menschen ist die eine abgeschlossene Ausbildung die beste Versicherung für einen gelungenen Lebensweg“, so Schönefeld.

Deutliche regionale Unterschiede auf dem Ausbildungsmarkt
Die regionalen Unterschiede in NRW waren auch im Juli sehr deutlich. Im Ruhrgebiet und im Bergischen Land kamen auf 100 Bewerberinnen und Bewerber, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, 97 offene Angebote. Dagegen standen im Münsterland und in Südwestfalen 167 bzw. 159 unbesetzte Lehrstellen nur 100 Jugendliche gegenüber.

Viele Bewerberinnen mit und ohne Alternative suchen noch Lehrstellen
124.738 Bewerberinnen und Bewerber haben sich seit Oktober 2017 bei den Agenturen für Arbeit in NRW gemeldet, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Das sind 2.833 junge Menschen oder 2,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Von diesen gelten mittlerweile 91.140 als versorgt - das heißt:

  • sie haben einen Ausbildungsplatz sicher in der Tasche. Im Juli waren das 42.769 Personen, 318 mehr als vor einem Jahr,
  • sie haben sich als Bewerberinnen und Bewerber wieder abgemeldet, zum Beispiel um weiter zur Schule zu gehen oder ein Studium aufzunehmen. Die Zahl dieser Personen sank im Vergleich zum Vorjahr um 1.933 auf 35.029 Personen,
  • oder sie haben zwar eine Alternative zu einem Ausbildungsplatz, etwa eine Stelle für ein soziales Jahr, wollen aber an dem Ziel Ausbildung weiter festhalten. Im Juli galten 13.342 Bewerberinnen und Bewerber als „Bewerber mit Alternative“.


33.598 Jugendliche galten als noch unversorgt. Hinzu kommen 13.342 Bewerber, die, da sie eine Alternative wie den weiteren Schulbesuch, ein Studium oder auch ein freiwilliges soziales Jahr gefunden haben, nicht mehr als unversorgt gelten – auch wenn sie weiter nach einem Ausbildungsberuf suchen. Demnach möchten insgesamt 46.940 Jugendliche in NRW eine Ausbildung beginnen. Diesen standen noch 37.683 unbesetzte Stellen gegenüber. Auf 100 aktive Bewerberinnen und Bewerber mit und ohne Alternative kamen also 80 Angebote.

Die meisten Bewerberinnen und Bewerber auf Ausbildungsplätze hatten im Juli einen Realschulabschluss – 45.435 Personen oder 36,4 Prozent. 34,6 Prozent oder 43.137 Personen hatten die Schule mit dem Fach- oder Vollabi abgeschlossen. 27.675 junge Menschen oder 22,2 Prozent bewarben sich mit einem Abschluss der Hauptschule. Nur 2.298 Personen oder 1,8 Prozent aller Bewerber hatten gar keinen Schulabschluss."

 

 Quelle: Pressemitteilung Nr. 25 / 2018 – 31. Juli 2018 von Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen

31.07.18 Hohe Konzentration auf wenige Ausbildungsberufe in NRW

Pressemitteilung von IT.NRW vom 10.07.18

 

"Hohe Konzentration auf wenige Ausbildungsberufe in NRW

Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2017 befanden sich in NRW mit 297 500 über 300 Personen mehr in einer beruflichen Ausbildung im dualen System als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, wurden 55,9 Prozent aller weiblichen und 39,0 Prozent der männlichen Auszubildenden in den jeweils zehn am stärksten besetzten Berufsbildern ausgebildet.

Den größten Anteil an den 109 100 weiblichen Auszubildenden hatten die Auszubildenden zur Kauffrau für Büromanagement (11 800), gefolgt von den Medizinischen Fachangestellten (10 100) und den Zahnmedizinischen Fachangestellten (7 200). Bei den 188 500 männlichen Azubis dominierte nach wie vor mit 12 600 die Berufsausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker. Auf Platz zwei folgte die Ausbildung zum Elektroniker (8 600), auf Platz drei die zum Industriemechaniker (8 200).

Bei ausländischen jungen Frauen verteilten sich knapp drei Viertel der Auszubildenden auf nur zehn verschiedene Ausbildungsberufe. Die Ausbildungsberufe zur Zahnmedizinischen Fachangestellten (1 400), zur Medizinischen Fachangestellten (1 300) und zur Friseurin (800) waren hier am stärksten besetzt. (IT.NRW)"

 

 Quelle: Pressemitteilung von IT.NRW vom 10.07.18


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