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14.06.2021 NRW-Industrieproduktion im April 2021 um 21,9 Prozent gestiegen

Pressemitteilung von IT.NRW vom 02.06.2021

 

"NRW-Industrieproduktion im April 2021 um 21,9 Prozent gestiegen


Düsseldorf (IT.NRW). Der nordrhein-westfälische Produktionsindex für das Verarbeitende Gewerbe (einschl. Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) erreichte im April 2021 nach vorläufigen Ergebnissen einen Indexwert von 103,0 Punkten (Basisjahr 2015 = 100, arbeitstäglich bereinigt) und war damit um 21,9 Prozent höher als im April 2020. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wurde das Ergebnis des April 2019 um 1,7 Prozent unterschritten. Die Produktionsleistung nach Saisonbereinigung hat gegenüber dem aktuellen Vormonat (März 2021) – um 0,5 Prozent abgenommen.

Im Vergleich zum Ergebnis des entsprechenden Vorjahresmonats entwickelte sich die Produktion im April 2021 in drei von vier Bereichen positiv: Der Output an Gebrauchsgütern erhöhte sich um 43,8 Prozent und der von Investitionsgütern um 28,2 Prozent. Die Hersteller von Vorleistungsgütern erreichten gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 25,6 Prozent. Lediglich die Produzenten von Verbrauchsgütern meldeten ein Minus von 0,3 Prozent.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass es in der aktuellen Corona-Krise – insbesondere in den Lockdownphasen – zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen im Vormonats- und Vorjahresmonatsvergleich kommen kann. Um einen aussagekräftigen Vergleich zum Vorkrisenniveau zu ermöglichen, wird ab Berichtsmonat März 2021 zusätzlich ein Vergleich zu den entsprechenden Monatsergebnissen des Jahres 2019 dargestellt.


Weitere Ergebnisse zum Produktionsindex im Verarbeitenden Gewerbe finden Sie in unserer Online-Datenbank unter https://url.nrw/industrieproduktion [1]. (IT.NRW)

[1] https://url.nrw/industrieproduktion

(198 / 21) Düsseldorf, den 2. Juni 2021"

 

 Quelle: Pressemitteilung von IT.NRW vom 02.06.2021


11.06.2021 NRW: Unternehmensinsolvenzen im 1. Quartal 2021 um 18,8 Prozent gesunken

Pressemitteilung von IT.NRW vom 08.06.2021

 

"NRW: Unternehmensinsolvenzen im 1. Quartal 2021 um 18,8 Prozent gesunken -
Verbraucherinsolvenzen um 43,7 Prozent gestiegen

Thematisch zugehörige Infografiken und/oder -tabellen finden Sie – sofern vorhanden – in der Onlineversion der Pressemitteilung unter https://www.it.nrw/nrw-unternehmensinsolvenzen-im-1-quartal-2021-um-188-prozent-gesunken-verbraucherinsolvenzen-um-437.

Düsseldorf (IT.NRW). Von Januar bis März 2021 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 7 965 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 28,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (damals: 6 221 Fälle).

Die Entwicklung bei den Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen war allerdings sehr unterschiedlich: 1 065 Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen betrafen Unternehmen; das waren 18,8 Prozent weniger als im ersten Quartal 2020 (damals: 1 312 Unternehmensinsolvenzen). Zum Zeitpunkt der Antragstellung waren 5 136 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von einer Unternehmensinsolvenz betroffen; das waren etwas weniger als die Hälfte (−58,4 Prozent) gegenüber Januar bis März 2020 (damals: 12 340 Beschäftigte). Die voraussichtlichen Forderungen beliefen sich im ersten Quartal 2021 auf 3,49 Milliarden Euro und waren damit fast dreimal so hoch (+180,2 Prozent) wie ein Jahr zuvor (damals: 1,24 Milliarden Euro). Ursächlich für den Anstieg bei den Forderungen bei gleichzeitig sinkender Zahl der Insolvenzen war, dass eine höhere Anzahl wirtschaftlich bedeutender Unternehmen Insolvenz beantragt hat als vor einem Jahr.

Trotz der wirtschaftlichen Krise im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie lag die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzverfahren mit 1 065 weiter unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (durchschnittliches Quartal 2019: 1 338 Verfahren; 2020: 1 088 Verfahren). Ein Grund dafür könnte u. a. sein, dass auch im ersten Quartal 2021 die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrages für Unternehmen teilweise ausgesetzt war.

In den von den Maßnahmen aufgrund der Covid-19-Pandemie besonders betroffenen Wirtschaftszweigen sind die Entwicklungen unterschiedlich: So liegen die Insolvenzzahlen vom 1. Quartal 2021 im Vergleich zu den durchschnittlichen Quartalswerten der Jahre 2019 und 2020 in der Beherbergung (z. B. Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze) über Vorkrisenniveau. Bei Reisebüros und Reiseveranstaltern sind sie auf dem Niveau von 2019 und beim Einzelhandel, der Gastronomie und beim Wirtschaftszweig „Kreative, künstlerische und unterhaltende Tätigkeit” liegen sie unter dem Niveau des Jahres 2019.

Der Zuwachs bei den Insolvenzen insgesamt ist bedingt durch den Anstieg der Insolvenzverfahren von Verbrauchern und ehemals selbstständig Tätigen mit vereinfachtem Verfahren (Schuldner ohne Forderungen aus Arbeitsverhältnissen und mit weniger als 20 Gläubigern). Diese Insolvenzverfahren von Verbrauchern (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) stiegen gegenüber dem ersten Quartal 2020 um 43,7 Prozent auf 5 551; die von den genannten ehemals selbstständig Tätigen um 69,4 Prozent auf 586. Eine mögliche Ursache für den Anstieg könnte das Ende 2020 beschlossene Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung sein. Infolge dessen könnten diese Schuldner vor allem im zweiten Halbjahr 2020 ihre Insolvenzanträge zurückgestellt und diese nun nach dem Jahreswechsel gestellt haben. Ferner beantragten noch 763 sonstige Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. (IT.NRW)

(205 / 21) Düsseldorf, den 8. Juni 2020

Weitere Informationen:
Beantragte Insolvenzverfahren in NRW im ersten Quartal 2020 und 2021 (Gemeindeergebnisse)
https://www.it.nrw/atom/12571/direct

Unternehmensinsolvenzen nach ausgewählten Wirtschaftsbereichen - 1. Quartal 2021
https://www.it.nrw/atom/12574/direct

Vorläufige Ergebnisse auf Landesebene für März 2021 [1]
[1] https://www.it.nrw/nrw-im-maerz-2021-wurden-724-prozent-mehr-antraege-auf-eroeffnung-von-insolvenzverfahren-gestellt"

 

 Quelle: Pressemitteilung von IT.NRW vom 08.06.2021

09.06.2021 Bundesregierung verlängert Überbrückungshilfen bis September

Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 09.06.2021

  

"09.06.2021 GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG
Bundesregierung verlängert Überbrückungshilfen bis September

Die Corona-bedingten Schließungen und Beschränkungen dauern in einigen Branchen weiter an. Die Bundesregierung verlängert deshalb die Überbrückungshilfen für betroffene Unternehmen und Soloselbstständige bis zum 30. September 2021 als Überbrückungshilfe III Plus. Die bewährten Förderbedingungen werden in der Überbrückungshilfe III Plus beibehalten. Neu hinzu kommt die Restart-Prämie, mit der Unternehmen einen höheren Zuschuss zu den Personalkosten erhalten können. Die Neustarthilfe wird ebenfalls bis zum 30. September 2021 als Neustarthilfe Plus weitergeführt.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier: „Wir verlängern die Corona-Wirtschaftshilfen bis zum 30. September 2021. Das ist ein wichtiges Signal, damit alle Unternehmen nach der Krise wieder Gas geben können. Der Konjunkturmotor läuft zum Glück wieder, aber aktuell noch nicht für alle. Daher geben wir denen, die noch Unterstützung benötigen, ein klares Signal der Sicherheit und Planungssicherheit. Wir setzen Anreize für den Neustart und zahlen denjenigen Unternehmen eine Restart-Prämie, die Mitarbeiter früher aus der Kurzarbeit holen oder Beschäftigte neu einstellen. Und schließlich verlängern und erhöhen wir die Neustarthilfe für Soloselbständige auf bis zu 12.000 Euro für die ersten drei Quartale dieses Jahres.“

Bundesfinanzminister Scholz: „Deutschland hat die Pandemie wirtschaftlich besser durchstanden als viele andere, weil die Bundesregierung entschlossen Hilfe geleistet hat. Und diese Unterstützung wird auch nicht kurz vorm Ziel eingestellt, das wäre ökonomischer Unsinn. Stattdessen verlängern wir die Überbrückungshilfen. Auch wenn sinkende Inzidenzzahlen auf ein Ende der Pandemie hoffen lassen, sind viele Unternehmen weiterhin von den Folgen der Pandemie betroffen. Deshalb stehen wir den Unternehmen und ihren Beschäftigten weiter zur Seite. Das sind gute Nachrichten für alle. Die Obergrenze für die Zuschüsse aus den Corona-Hilfen wird erhöht. Zudem bauen wir die Neustarthilfe für Soloselbstständige weiter aus. Mir ist besonders wichtig, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch ganz direkt profitieren durch die heute ebenfalls beschlossene Verlängerung des Kurzarbeitergeldes und die „Restart-Prämie“. Es ist ein neuer, sozial gerechter Aspekt unseres breiten Hilfsangebots, das Anreize zur Beendigung von Kurzarbeit und zu Neueinstellungen setzt. Gerecht ist zudem, dass die Unternehmen, die Überbrückungshilfe erhalten, keine Gewinne und Dividenden ausschütten dürfen. Das gilt auch für die Zahlung von Boni und den Rückkauf von Aktien.“

Ergänzende Informationen zur Fortführung der Überbrückungshilfe III:
Die Verlängerung der Überbrückungshilfe III wird mit dem neuen Programm Überbrückungshilfe III Plus umgesetzt, das inhaltlich weitgehend deckungsgleich mit der Überbrückungshilfe III ist. Auch in der Überbrückungshilfe III Plus sind nur Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent antragsberechtigt. Das neue Programm wird ebenfalls durch die prüfenden Dritten über das Corona-Portal des Bundes beantragt.

Für beide Programme gemeinsam gilt künftig:

  • Die maximale monatliche Förderung in der Überbrückungshilfe III und der Überbrückungshilfe III Plus beträgt 10 Mio. Euro.
  • Die Obergrenze für Förderungen aus beiden Programmen beträgt maximal 52 Mio. Euro und zwar 12 Mio. Euro aus dem geltenden EU-Beihilferahmen bestehend aus Kleinbeihilfe, De-Minimis sowie Fixkostenhilfe plus 40 Mio. Euro aus dem neuen Beihilferahmen der Bundesregelung Schadensausgleich. Die neue EU-Regelung zum Schadensausgleich gilt für Unternehmen, die von staatlichen Schließungsmaßnahmen direkt oder indirekt betroffen sind. Diese können künftig Schäden von bis zu 40 Mio. Euro geltend machen.

Neu im Programm der Überbrückungshilfe III Plus ist:

  • Unternehmen, die im Zuge der Wiedereröffnung Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, neu einstellen oder anderweitig die Beschäftigung erhöhen, erhalten wahlweise zur bestehenden Personalkostenpauschale eine Personalkostenhilfe („Restart-Prämie“) als Zuschuss zu den dadurch steigenden Personalkosten. Sie erhalten auf die Differenz der tatsächlichen Personalkosten im Fördermonat Juli 2021 zu den Personalkosten im Mai 2021 einen Zuschuss von 60 Prozent. Im August beträgt der Zuschuss noch 40 Prozent und im September 20 Prozent. Nach September 2021 wird kein Zuschuss mehr gewährt.
  • Ersetzt werden künftig Anwalts- und Gerichtskosten von bis zu 20.000 Euro pro Monat für die insolvenzabwendende Restrukturierung von Unternehmen in einer drohenden Zahlungsunfähigkeit.
  • Die Neustarthilfe für Soloselbstständige wird verlängert und erhöht sich von bis zu 1.250 Euro pro Monat für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 auf bis zu 1.500 Euro pro Monat für den Zeitraum von Juli bis September 2021. Für den gesamten Förderzeitraum von Januar bis September 2021 können Soloselbstständige somit bis zu 12.000 Euro bekommen.

Die FAQ zur Überbrückungshilfe III werden überarbeitet und zeitnah veröffentlicht. Nach Anpassung des Programms kann die Antragstellung über die bekannte Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen. Antragsbearbeitung und Auszahlung erfolgen in der Verantwortung der Länder.

Die Härtefallhilfen der Länder sollen im Gleichklang mit der Überbrückungshilfe bis Ende September 2021 verlängert werden."

 

 Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 09.06.2021

09.06.2021 Noch 46.500 Chancen am Ausbildungsmarkt

Pressemitteilung von Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen vom 01.06.2021

 

"Pressemitteilung Nr. 16 / 2021 – 01. Juni 2021

Ausbildungsmarkt: Einen Monat vor dem Start der Ferien noch viele freie Ausbildungsplätze in NRW
Noch 46.500 Chancen am Ausbildungsmarkt


In Nordrhein-Westfalen sind vier Wochen vor dem Beginn der Sommerferien noch 46.394 gemeldete duale Ausbildungsstellen offen. Dem stehen 39.476 Jugendliche gegenüber, die noch keinen Ausbildungsplatz oder eine Alternative gefunden haben. Für die Firmen sind dies rund 40.000 potentielle Fachkräfte von morgen, sagte Torsten Withake, Leiter der Bundesagentur für Arbeit in NRW. Sie suchten händeringend Nachwuchs. Mit vielen lokalen Aktionen informieren die Agenturen für Arbeit intensiv über die rund 46.500 freien Ausbildungsplätze in NRW, beraten junge ausbildungsinteressierte Menschen zu ihren individuellen Chancen und beruflichen Perspektiven und unterstützen sie bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz.

"Weniger als einen Monat vor dem Beginn der Sommerferien sind in NRW noch rund 46.500 Ausbildungsstellen frei", sagte Torsten Withake, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. "Das sind 46.500 Chancen auf einen individuellen Einstieg ins Berufsleben - gerade auch für junge Menschen, die sich noch nicht für eine Berufsausbildung entschlossen haben. Im August oder September kann man dann schon erfolgreich in den neuen Lebensabschnitt starten."

Zahl der Bewerberinnen und Bewerber stark gesunken
93.107 Ausbildungsstellen wurden bis Ende Mai bei den Agenturen für Arbeit gemeldet. Davon waren Ende des Monats noch 46.394 unbesetzt. Die Auswirkungen der Pandemie auf den Ausbildungsmarkt seien deutlich sichtbar, so Withake: "Im Vergleich zum Vorpandemie-Jahr 2019 wurden in NRW rund 12.500 Ausbildungsplätze oder 11,8 Prozent weniger angeboten. Allerdings sehen wir aktuell, dass mit steigender konjunktureller Erwartung viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber stärker wieder in die Ausbildung investieren wollen - noch in diesem Jahr! Von April auf den Mai sind 4.400 Stellenmeldungen in den Agenturen hinzugekommen - das sind 200 mehr als im Schnitt der Jahre von 2016 bis 2019 für diesen Monat üblich."

Der Rückgang bei den Bewerberinnen und Bewerbern bereitet Withake derzeit größere Sorgen. Bis Ende Mai hatten sich bei den Agenturen für Arbeit 91.149 Jugendliche für eine duale Berufsausbildung gemeldet - 18.962 Jugendliche oder 17,2 Prozent weniger als im Vorpandemie-Jahr 2019. "Die Chancen für junge Menschen waren selten so gut wie derzeit. Doch viele Jugendliche glauben, dass es aufgrund der Pandemie keine Ausbildungsplätze gibt. Das stimmt aber nicht. Die Unternehmen in NRW suchen händeringend Nachwuchs." Das zeigten auch die aktuellen Zahlen vom Arbeitsmarkt, sagte Withake. Allein im Mai sei die sogenannte Jugendarbeitslosigkeit in NRW um 13,5 Prozent zurückgegangen: "Gerade junge, gut ausgebildete Fachkräfte sind derzeit besonders gesucht am Arbeitsmarkt. Denn: Die Fachkräfteengpässe in NRW waren während der letzten Monate in der Pandemie nicht verschwunden, das Thema wurde in der öffentlichen Wahrnehmung nur durch Corona überlagert. Das ändert sich jetzt wieder und wird auch für uns als Gesellschaft spürbar, wenn es den Unternehmen nicht gelingt, Auszubildende zu finden und zu Fachkräften auszubilden."

#Ausbildungklarmachen - landesweite Aktionen zur Beratung und Vermittlung im Juni in NRW
Deshalb - und weil die Zeit drängt, die Sommerferien bald beginnen, gleichzeitig aber auch viele Unternehmen noch freie Ausbildungsstellen melden, starten die Arbeitsagenturen im Juni in ganz NRW viele unterschiedliche Aktionen rund um Ausbildung:

"Wir wollen allen jungen Menschen ein gutes und leicht zugängliches Angebot machen, sich zu Perspektiven für ihre Zukunft zu informieren. Wir wissen, wie schwierig für die Schülerinnen und Schüler die vergangenen Monate waren und dass sich viele erst einmal auf ihren Abschluss konzentrieren wollten. Deshalb bieten wir den jungen Menschen jetzt ganz intensiv überall in NRW gemeinsam mit unseren Partnern am Ausbildungsmarkt, etwa dem lokalen Handwerk oder der Industrie- und Handelskammer, viele Beratungs- und Vermittlungsaktionen rund um die Ausbildung an. Wir ermöglichen nicht nur eine individuelle Beratung für die jungen Erwachsenen, sondern unterstützen sie zum Beispiel auch bei der Bewerbung bei Ausbildungsbetrieben. Auch unsere Partner beraten und stellen Kontakte her oder bieten vor Ort die Möglichkeit an, über eine Praktikumsaktion noch ein Praktikum, zum Beispiel in den Ferien absolvieren zu können." Ziel sei, so Withake, "wir wollen gemeinsam so viele junge Menschen wie möglich dabei unterstützen, nicht ohne bzw. nicht ohne Aussicht auf einen Ausbildungsplatz in die Ferien zu gehen!"

Ausbildungsmarkt NRW - deutliche regionale Unterschiede
Die regionalen Unterschiede am Ausbildungsmarkt in NRW blieben auch im Mai deutlich. In allen Regionen sank die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber im Vergleich zum Vorjahr zum Teil deutlich, bei den Ausbildungsstellen fiel der Rückgang unterschiedlich stark aus, in Ostwestfalen-Lippe wurden sogar mehr duale Ausbildungsstellen gemeldet als vor einem Jahr.

Den prozentual deutlichsten Rückgang an Jugendlichen auf Ausbildungsplatzsuche verzeichnete dabei Südwestfalen. Hier ging die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber im Vergleich zum Vorjahr um 13,7 Prozent oder 992 Jugendliche auf nun 6.274 Jugendliche zurück. 2.518 Jugendliche waren noch unversorgt, hatten noch keinen Ausbildungsplatz oder eine Alternative gefunden. Dem standen 4.595 unbesetzte Ausbildungsplätze im Mai gegenüber. Seit Oktober waren in Südwestfalen 9.193 Ausbildungsplätze gemeldet worden - 758 weniger als vor einem Jahr.

In Ostwestfalen-Lippe gab es im Mai im Vorjahresvergleich ein Plus bei den Ausbildungsplätzen. 12.404 wurden gemeldet - 684 oder 5,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Davon waren Ende des Monats noch 5.796 unbesetzt. Dem standen 4.933 unversorgte Bewerberinnen und Bewerber gegenüber. In OWL sank die Zahl aller an einer Ausbildung interessierten Jugendlichen im Jahresvergleich um 852 auf nun 11.726. Auch das Bergische Land vermeldete ein Plus bei den Ausbildungsplätzen - um 63 oder 0,89 Prozent.

Den absolut höchsten Rückgang bei den Bewerberinnen und Bewerbern gab es im Rheinland. Hier haben sich bis Ende Mai 2.336 Jugendliche weniger bei den Agenturen für Arbeit gemeldet als ein Jahr zuvor. Das entsprach einem Rückgang von 7,3 Prozent. Von den insgesamt 29.563 Jugendlichen im Rheinland galten Ende Mai noch 13.453 als unversorgt. Dem standen 14.838 noch unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber. Insgesamt sind seit dem Oktober im Rheinland 29.752 Plätze angeboten worden - 7,0 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Deutlich umgekehrt ist das Verhältnis im Ruhrgebiet. Hier kommen seit Anfang des Vermittlungsjahres im Oktober auf 27.294 Bewerberinnen und Bewerber - das sind 0,8 Prozent oder 230 Personen weniger als vor einem Jahr - 22.985 Angebote von Lehrstellen. Das waren 141 oder 0,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im Ruhrgebiet kommen auf 12.292 unversorgte Jugendliche 12.192 unbesetzte Stellen.

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Weitere Informationen:

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 Quelle: Pressemitteilung von Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen vom 01.06.2021

07.06.2021 Produktion der NRW-Industrie war im ersten Quartal 2021 um 1,3 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor

Pressemitteilung von IT.NRW vom 01.06.2021

 

"Produktion der NRW-Industrie war im ersten Quartal 2021 um 1,3 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor


Düsseldorf (IT.NRW). Die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden in Nordrhein-Westfalen stellten im ersten Quartal des Jahres 2021 zum Absatz bestimmte Waren im Wert von 71,1 Milliarden Euro her. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Produktion damit um 951 Millionen Euro bzw. 1,3 Prozent niedriger als in den ersten drei Monaten des Jahres 2020. Gegenüber dem ersten Quartal 2019 verringerte sich der Absatzwert um 3,6 Milliarden Euro bzw. 4,8 Prozent.

Chemische Erzeugnisse waren in Nordrhein-Westfalen mit 9,7 Milliarden Euro (+0,1 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2020) die wertmäßig größte Güterabteilung. Auf dem zweiten Platz lagen Maschinen mit 9,3 Milliarden Euro (+2,8 Prozent), gefolgt von Metallen (8,6 Milliarden Euro; −0,9 Prozent). Auf den weiteren Plätzen lagen Nahrungs- und Futtermittel (7,4 Milliarden Euro; −11,7 Prozent) und Metallerzeugnisse (7,4 Milliarden Euro; +1,2 Prozent).

Den höchsten Rückgang des Absatzwertes ermittelten die Statistiker für den Bereich „sonstige Fahrzeuge” (ohne Kraftfahrzeuge). Der Produktionswert in diesem Bereich war mit 468,1 Millionen Euro um 20,0 Prozent niedriger als im ersten Vierteljahr 2020.

Die Angaben beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten. (IT.NRW)

(194 / 21) Düsseldorf, den 1. Juni 2021
Weitere Informationen:
Produktion des Verarbeitenden Gewerbes, Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden - 1. Quartal 2021 (Kreisergebnisse)
https://www.it.nrw/atom/12535/direct"

 

 Quelle: Pressemitteilung von IT.NRW vom 01.06.2021

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