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24.02.2021 NRW-Gastgewerbe: Umsätze sanken im Dezember um 68,7 Prozent

Pressemitteilung von IT.NRW vom 18.02.2021

 

"NRW-Gastgewerbe: Umsätze sanken im Dezember um 68,7 Prozent

Düsseldorf (IT.NRW). Die Umsätze im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe waren im Dezember 2020 real – also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung – um 68,7 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, sanken die Umsätze nominal um 67,1 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat (November 2020) verringerte sich der Umsatz um 10,5 Prozent. Die Beschäftigtenzahl im Gastgewerbe lag im Dezember um 25,0 Prozent unter dem Ergebnis von Dezember 2019. Einen überdurchschnittlichen Beschäftigtenrückgang gab es mit −50,3 Prozent im Bereich der ausschankgeprägten Gastronomie.

In der Beherbergung war der Umsatz im Dezember real um 83,4 Prozent niedriger ein Jahr zuvor. Im Vergleich zu November 2020 verringerte sich der Umsatz um 21,3 Prozent. Die Gastronomieunternehmen verbuchten um 63,6 Prozent niedrigere Umsätze als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vormonat sank der Umsatz um 8,7 Prozent.

Im von der Pandemie besonders betroffenen Hotelgewerbe war der Umsatz im Dezember 2020 real um 85,3 Prozent niedriger als vor einem Jahr; im Vergleich zu November 2020 sank der Umsatz um 23,9 Prozent. Auch in der ausschankgeprägten Gastronomie verringerte sich der Umsatz (−84,5 Prozent gegenüber 2019; −27,7 Prozent gegenüber dem Vormonat). Alle Wirtschaftszweige des Gastgewerbes wiesen auch im Dezember 2020 eine negative Umsatzentwicklung auf. Die Rückgänge nähern sich dem Niveau der Verluste von April 2020 mehr und mehr an.

Für das Jahr 2020 ermittelten die Statistiker für das nordrhein-westfälische Gastgewerbe ein reales Umsatzminus von 40,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2019; nominal sanken die Umsätze um 37,9 Prozent. Frühere Ergebnisse und Daten für weitere Wirtschaftszweige im Gastgewerbe stehen in der Landesdatenbank NRW unter der Adresse https://url.nrw/gastgewerbe [1] zum Abruf bereit. (IT.NRW)

[1] https://url.nrw/gastgewerbe

(52 / 21) Düsseldorf, den 18. Februar 2021

Weitere Informationen:
Umsatz und Beschäftigte im Gastgewerbe NRWs – vorläufige Ergebnisse – Dezember 2020 (Ergebnisse für Wirtschaftszweige und weitere Hinweise)
https://www.it.nrw/atom/11664/direct"

 

 Quelle: Pressemitteilung von IT.NRW vom 15.02.2021


22.02.2021 Zahl der Gewerbeanmeldungen in NRW im Jahr 2020 um fünf Prozent gesunken

Pressemitteilung von IT.NRW vom 15.02.2021

 

"Zahl der Gewerbeanmeldungen in NRW im Jahr 2020 um fünf Prozent gesunken

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2020 wurden bei den nordrhein-westfälischen Gewerbeämtern 136 892 Gewerbe angemeldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das fünf Prozent weniger Anmeldungen als im Jahr zuvor. Die Zahl der Gewerbeabmeldungen war im vergangenen Jahr mit 111 993 um 16,0 Prozent niedriger als im Jahr 2019.

Die meisten Anmeldungen waren Neugründungen (115 774; −4,8 Prozent gegenüber 2019). Dabei handelte es sich in 23 858 Fällen (−9,4 Prozent) um Betriebsgründungen, bei denen aufgrund der voraussichtlichen Beschäftigtenzahl oder der Rechtsform eine größere wirtschaftliche Substanz vermutet werden kann. Von den sonstigen 91 916 Neugründungen wurden 60 664 im Nebenerwerb angemeldet; das waren 6,3 Prozent mehr als 2019.

Der Anteil neu angemeldeter Einzelunternehmen durch ausländische Staatsangehörige lag bei 24,6 Prozent. Dabei waren Gewerbetreibende mit polnischer (19,6 Prozent), türkischer (17,7 Prozent) und rumänischer (7,6 Prozent) Staatsangehörigkeit am häufigsten vertreten. Bei Einzelunternehmen war der Rückgang bei neu angemeldeten Gewerben von ausländischen Staatsangehörigen im Vergleich zum Jahr 2019 überdurchschnittlich hoch: Rumänische Staatsangehörige meldeten 998 (−33,4 Prozent), polnische 1 211 (−19,2 Prozent) und türkische Staatsangehörige 741 weniger Gewerbe an (−13,8 Prozent) als ein Jahr zuvor. Der Rückgang bei den von deutschen Staatsangehörigen neu angemeldeten Einzelunternehmen war mit 2 432 (−3,0 Prozent) weniger Anmeldungen vergleichsweise moderat.

Der Frauenanteil bei Gründungen von Einzelunternehmen lag im Jahr 2020 mit 35,6 Prozent in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2019: 35,2 Prozent).
Bei der Interpretation der Zahlen ist zu beachten, dass Gewerbemeldungen Absichtserklärungen sind. Den Statistikern liegen keine Informationen darüber vor, ob das an- bzw. abgemeldete Gewerbe auch tatsächlich ausgeübt wird bzw. wurde. (IT.NRW)

(48 / 21) Düsseldorf, den 15. Februar 2021

Weitere Informationen:
Gewerbeanzeigen in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2020 (Gemeindeergebnisse)
https://www.it.nrw/atom/11622/direct"

 

 Quelle: Pressemitteilung von IT.NRW vom 15.02.2021

16.02.2021 "City Lab Südwestfalen": Im März drei Online-Seminare für Innenstadtakteure

Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 16.02.2021

 

""City Lab Südwestfalen": Im März drei Online-Seminare für Innenstadtakteure

Iserlohn. Im Rahmen des EFRE-geförderten Forschungsprojekts "City Lab Südwestfalen" werden für die heimischen Händler und Gastronomen immer wieder Workshops zur digitalen Wissensvermittlung angeboten, die sich speziell an die südwestfälischen Innenstadtakteure richten. "Gerade jetzt in Zeiten der Pandemie geht es darum, digitale Möglichkeiten - besser - einzusetzen, auf diese Weise den Kontakt zu den Kunden und Gästen zu halten und Umsätze zu generieren. Da setzen die Workshops des City Lab Südwestfalen an", weiß Simone Korte vom Stadtmarketing Iserlohn, das das Projekt vor Ort betreut und weist auf die drei Workshops im kommenden März hin:

Ein Instagram-Online-Intensivkurs nimmt am Dienstag, 9. März, zwischen 10 und 12.30 Uhr Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen mit auf eine kleine digitale Reise. Die Teilnehmer lernen, mit Bildern Emotionen zu wecken, Produkte bildlich richtig zu präsentieren, damit die Bekanntheit zu steigern und gezielt die eigene Zielgruppe zu erreichen. Sie lernen, wie sie eine Story erstellen, was sie dabei beachten müssen und wie sie dieses Tool tatsächlich wirksam einsetzen können. Bereits im Vorfeld können konkrete Fragen und Wünsche geäußert werden. Der Workshop ist kostenfrei, eine Anmeldung hierzu ist zwingend erforderlich unter https://www.citylab-swf.de/termine/social-media-instagram-intensivkurs/

Dazu findet am Montag, 15. März, in der Zeit von 15 bis 17 Uhr der Workshop "Muss es denn immer ein Online-Shop sein? Jain!" statt. Angesprochen sind mit diesem Workshop all diejenigen Händler und Gastronomen, die einfache und ohne viel Aufwand umsetzbare Lösungen suchen, um mit ihren Kunden 24/7 in Kontakt sein zu können. Wie es geht und was andere bereits machen, wird in diesem kostenfreien, praxisnahen Online-Seminar präsentiert. "Darüber hinaus bietet der Kurs noch einen echten Mehrwert: Auf der Suche nach Lösungsansätzen können die zugelassenen Teilnehmer bereits vorab, bis zum 1. März, ihr konkretes Praxisproblem schildern und bekommen einen strukturierten Lösungsansatz im Workshop aufgezeigt", verrät Korte den Clou des Seminars. Die Anmeldung zum Workshop kann unter https://www.citylab-swf.de/termine/muss-es-denn-immer-ein-online-shop-sein-jain/ erfolgen.

Den Einstieg in die digitale Welt erleichtert auch das Online-Seminar "Einführung in die Suchmaschinenoptimierung (SEO)", das am Donnerstag, 25. März, von 10 bis 14 Uhr stattfindet. Kunden und Gäste "googlen" heute die für sie relevanten Informationen - Produkte, Öffnungszeiten, Telefonnummern. Wer nicht aufgelistet ist, wird selten gefunden und kontaktiert. Genau dabei setzt der Kurs an: er vermittelt Grundlagen rund um Begriffe, Bedeutungen und Funktionsweisen von Suchmaschinen. Darauf aufbauend wird eine Strategieplanung mit den Teilnehmern vorgenommen und abschließend werden die Grundlagen technisch vertieft. Eine Anmeldung ist erforderlich unter https://www.citylab-swf.de/termine/einfuehrung-in-die-suchmaschinenoptimierung-seo-maerz-2021/

Die Teilnehmerzahl ist bei allen drei Veranstaltungen auf dreißig Personen begrenzt, daher ist eine zeitnahe Anmeldung notwendig, um einen der begehrten Plätze zu bekommen. "Die letzten Seminare samt deren Zusatzterminen waren alle kurzfristig ausgebucht, die Teilnehmer waren begeistert und konnten viele Hilfestellungen für die Praxis mitnehmen", motiviert Korte die heimischen Gastronomen und Händler, sich für die beliebten Seminare anzumelden.

Für Rückfragen steht den Innenstadtakteuren das Team des Stadtmarketing Iserlohn unter 02371 / 217-1816 zur Verfügung."

 

 

 Quelle: Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 16.02.2021

22.02.2021 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Februar 2021

Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 15.02.2021

 

"15.02.2021 PRESSEMITTEILUNG
Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Februar 2021

  • Im Jahresschlussquartal 2020 kam es im Zuge des neuen Lockdowns zu einer Stagnation in der deutschen Volkswirtschaft.[1] Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich nur geringfügig um 0,1 %. Im Gesamtjahr 2020 ist die Wirtschaftsleistung pandemiebedingt um 5,0 % zurückgegangen.
  • Die Industrie konnte ihre Produktion im Dezember trotz der verschärften Lockdown-Maßnahmen weiter steigern, nur im Baugewerbe kam es zu einem Rückgang. Die Auftragseingänge des Verarbeitenden Gewerbes liegen deutlich über dem Vorkrisenniveau. Dies deutet darauf hin, dass die Industrie – anders als im Frühjahr – von den Maßnahmen auch weiterhin weniger stark betroffen ist..
  • Der Einzelhandel war im Dezember empfindlich vom verschärften Lockdown betroffen, das Weihnachtsgeschäft wurde stark beeinträchtigt. Die Umsätze ohne Kfz gingen deutlich zurück, allerdings verlief die Entwicklung im Einzelnen recht unterschiedlich. Der stationäre Handel litt unter den Maßnahmen der Pandemiebekämpfung, während der Internet- und Versandhandel weiter merklich zulegen konnte.
  • Bis zuletzt präsentiert sich der Arbeitsmarkt trotz Lockdown stabil. Die Erwerbstätigkeit nahm im Dezember um saisonale Effekte bereinigt leicht zu und die Arbeitslosigkeit sank im Januar erneut beachtlich. Die Anzeigen für Kurzarbeit im Januar und Dezember deuten indes darauf hin, dass die Zahl der Menschen in Kurzarbeit noch etwas zunehmen könnte.

Nur geringes Wachstum aufgrund des Lockdowns im Schlussquartal 2020
Das Bruttoinlandsprodukt ist im vierten Quartal 2020 gegenüber dem Vorquartal praktisch nicht mehr gewachsen (preis-, kalender- und saisonbereinigt +0,1 %), nachdem im dritten Quartal noch ein kräftigtes Plus von 8,5 % verzeichnet worden war. Der deutliche Erholungsprozess, der nach dem Ende des ersten Lockdowns vom Frühjahr letzten Jahres wiedereingesetzt hatte, ist im Zuge des zweiten Lockdowns erst einmal weitgehend zum Stillstand gekommen. Auch im ersten Quartal des laufenden Jahres belastet die Verlängerung und die Verschärfung der Maßnahmen die deutsche Wirtschaft. Ihre weitere Entwicklung hängt nun maßgeblich davon ab, wie schnell das im Winter angestiegene Infektionsgeschehen wieder eingedämmt werden kann. Klar ist dabei: Ohne wirkliche Eindämmung der Corona-Pandemie kann es keine nachhaltige wirtschaftliche Erholung geben. Dies gilt umso mehr, seit sich Mutationen des Coronavirus verbreiten, die ansteckender sind und das Infektionsrisiko erhöhen.

Die Erholung der Konjunktur wurde im vierten Quartal 2020 von einer zweiten Pandemiewelle und den daraufhin vorgenommenen Maßnahmen zur Eindämmung gedämpft. Besonders betroffen dürfte im Zuge der Kontaktbeschränkungen der private Konsum gewesen sein. Die Verschärfungen haben ab Mitte Dezember auch den stationären Handel betroffen, während seit November schon die Bereiche Gastgewerbe, Kunst und Unterhaltung stark eingeschränkt gewesen waren. Diese Beschränkungen setzen sich in den ersten beiden Monaten des Jahres 2021 fort. Die Warenexporte und die Bauwirtschaft dürften die wirtschaftliche Entwicklung hingegen gestützt haben. Der konjunkturelle Verlauf zeigt nach wie vor ein zweigeteiltes Bild: Während sich zum einen die Industrie weiter robust entwickelt, ist zum anderen der Dienstleistungssektor von den Maßnahmen zur Eindämmung des Pandemiegeschehens stärker betroffen. Der Arbeitsmarkt präsentiert sich weiterhin stabil. Die Erwerbstätigkeit zeigt seit dem Sommer einen leichten Aufwärtstrend und die Arbeitslosigkeit geht wieder zurück. Die Kurzarbeit dürfte angesichts des zweiten Lockdowns wieder verstärkt in Anspruch genommen werden, aber deutlich unter ihrem Niveau vom Frühjahr letzten Jahres bleiben.

Weltwirtschaftliche Entwicklung aufwärtsgerichtet
Die Weltkonjunktur erholt sich weiter aber die Stimmungsindikatoren signalisieren eine Verlangsamung des Aufholprozesses. Die globale Industrieproduktion stieg im November um 1,1 % und damit nun den siebten Monat in Folge. Mit dieser Entwicklung überschritt die weltweite industrielle Erzeugung auch erstmals wieder sein Vorkrisenniveau. Der Welthandel überschritt ebenfalls zum ersten Mal wieder diese wichtige Marke und erhöhte sich im November um kräftige 2,1 %. Die Stimmungsindikatoren am aktuellen Rand sprechen allerdings nach wie vor für eine Verlangsamung des weltwirtschaftlichen Aufholprozesses. Der zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex von J. P. Morgan/IHS Markit ging im Januar erneut zurück und notierte bei 52,3 Punkten. Er hält sich damit jedoch weiterhin oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Die zweigeteilte Entwicklung mit einer deutlich besseren Stimmung in der Industrie als im Dienstleistungssektor setzte sich dabei fort. Nach wie vor dürften hierfür die primär die Dienstleistungsbereiche einschränkenden Lockdowns ursächlich sein.

Aussenhandel zum Jahresende kaum verändert
Der deutsche Außenhandel setzte nach deutlichen Steigerungen in den Vormonaten sein Wachstum im Dezember etwas verlangsamt fort. Der Wert der Waren- und Dienstleistungsexporte stieg saisonbereinigt und nominal um 0,7 %. Im Quartalsvergleich ergab sich damit ein Anstieg um 4,7 %. Die Einfuhren gingen im Dezember gegenüber dem Vormonat um 0,4 % zurück. Im Quartalsvergleich kam es durch die deutlichen Zuwächse in den Vormonaten dennoch zu einem Anstieg um 2,8 %.

Auf nationaler Ebene spiegelt sich der Lockdown derweil kaum noch in den Frühindikatoren zur Außenwirtschaft wider, die von der Industrie geprägt werden. Die ifo Exporterwartungen für das Verarbeitende Gewerbe stiegen im Januar kräftig an und lagen nahezu auf gleichem Niveau wie im Oktober. Die Auftragseingänge aus dem Ausland hingegen gingen im Dezember wieder zurück (-2,6 %), und korrigierten damit den kräftigen Anstieg des Novembers (+2,9 %). Die weiteren Aussichten für den deutschen Außenhandel stellen sich somit angesichts geringerer Effekte des Lockdowns auf die Industrie verhalten positiv dar.

Industrie vom neuen Lockdown auch weiterhin weniger betroffen
Im Dezember kam es zu einer Stagnation der Produktion im Produzierenden Gewerbe. Gegenüber dem Vormonat blieb der Ausstoß mit 0,0 % unverändert. Die Industrie verzeichnete erneut einen Zuwachs und steigerte ihre Produktion um 0,9 %, während sich die Erzeugung im Baugewerbe um 3,2 % verringerte. Im Baugewerbe lag die Produktion damit aber noch immer spürbar über dem Corona-Vorkrisen-Niveau (+2,1 % im Vergleich zum 4.Quartal 2019). Für den November wurde das Plus für das Verarbeitende Gewerbe insgesamt auf 1,5 % aufwärtsrevidiert. Im Quartalsvergleich ergab sich eine deutliche Zunahme der Produktion im Produzierenden Gewerbe um insgesamt 6,1 %. In der Industrie stieg der Ausstoß um kräftige 6,8 %, die gewichtige Kfz-Branche verzeichnete sogar einen Zuwachs von 14,4 %. Im Bau- und Energiegewerbe stieg die Herstellung derweil um jeweils 4,0 % und 4,5 %.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe beendeten im Dezember ihren Aufwärtstrend und fielen erstmals seit Mai 2020 um 1,9 %. Bei Investitionsgütern kam es zu einem Nachfragerückgang um 4,6 %, während bei Konsum- und Vorleistungsgütern Zunahmen um 6,4 % bzw. 0,8 % verzeichnet wurden. Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen verringerten sich die Bestellungen in etwa genauso stark (-2,0 %). Im gesamten vierten Quartal kam es gegenüber dem dritten Quartal zu einem Orderanstieg um 7,0 %. Die Ordereingänge im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt gingen damit im Dezember zwar etwas zurück, überschritten ihr Niveau vor Ausbruch der Pandemie im vierten Quartal 2019 aber immer noch um fast 5 %.

Der weitere Ausblick für die Industriekonjunktur bleibt allerdings angesichts des allgemeinen Pandemiegeschehens und aufgrund von Lieferengpässen in der Halbleiterindustrie verhalten. Hierfür spricht auch eine zuletzt schwächere Auftragslage, vor allem in der gewichtigen Kfz-Industrie und im sonstigen Fahrzeugbau, sowie eine allgemein gedämpfte Stimmung in den Unternehmen.

Einzelhandel vom fortgesetzten Lockdown stark betroffen
Die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz sind zum Jahresende kräftig zurückgegangen, die Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens haben das Weihnachtsgeschäft stark beeinträchtigt. Im Dezember nahmen die Umsätze um 9,6 % gegenüber dem Vormonat ab, nach einem Plus von 1,1 % im November. Im Einzelnen verlief die Entwicklung dabei recht unterschiedlich. Während der stationäre Handel insbesondere mit Bekleidung sehr stark von den Einschränkungen der sozialen Kontakte betroffen war, konnte der Internet- und Versandhandel weiterhin deutliche Zuwächse verbuchen. Der Handel einschließlich Kfz nahm im November um 0,7 % zu, nach einem Plus von 1,3 % im Oktober. Die Neuzulassungen von Pkw durch private Halter sanken im Januar um über 50 %, nach Zuwächsen im Dezember und November von 15,0 % bzw. 14,0 %. Diese Entwicklung dürfte maßgeblich durch das Auslaufen der temporären Senkung der Umsatzsteuersätze zum 1. Januar 2021 geprägt worden sein.

Die ifo Geschäftserwartungen im Einzelhandel haben sich im Januar massiv verschlechtert. Beim GfK Konsumklima wird für Februar eine weitere spürbare Eintrübung erwartet. In den beiden Frühindikatoren spiegeln sich nun die Maßnahmen zur Einschränkung des Infektionsgeschehens voll wider.

Der Wegfall der temporären Senkung der Umsatzsteuersätze hat auch für die Entwicklung der Verbraucherpreise zum Jahresbeginn 2021 eine maßgebliche Rolle gespielt. Sie sind im Januar gegenüber dem Vormonat um 0,8 % gestiegen. Die Inflationsrate, die Preisniveauentwicklung gegenüber dem Vorjahr, lag im zuletzt bei 1,0 % und damit seit Juni letzten Jahres erstmals wieder im positiven Bereich. Dabei verteuerten sich Nahrungsmittel um 2,2 %. Demgegenüber sanken die Preise für Energieprodukte um 2,3 %, was aber weitaus geringer als noch in den Vormonaten war (November -7,7 % bzw. Dezember -6,0 %). Die Kerninflationsrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) erhöhte sich im Januar um 1,0 Prozentpunkte auf +1,4 %.

Arbeitsmarkt weiterhin stabil – Kurzarbeit dürfte im Lockdown vermehrt in Anspruch genommen werden
Bis zuletzt zeigt sich der Arbeitsmarkt robust. Die Beschäftigung setzte ihren seit dem Sommer zu beobachtenden leichten Aufwärtstrend zuletzt fort. Die Arbeitslosigkeit und die Unterbeschäftigung gingen in saisonbereinigter Rechnung weiter zurück. Im Zuge des Lockdowns zeichnet sich jedoch bei der Kurzarbeit ein weiterer Anstieg ab. Im Dezember nahm die Erwerbstätigkeit saisonbereinigt leicht um 10.000 Personen zu, die Nachfrage nach Arbeitskräften blieb jedoch zurückhaltend. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg im November saisonbereinigt deutlich um 57.000 Personen an. In Kurzarbeit waren lt. Hochrechnung im November wieder etwas mehr Beschäftigte (2,3 Mio.; Oktober: 2,1 Mio. Personen). Die Anzeigen für Kurzarbeit im Januar und Dezember (745.000 bis zum 25.1. bzw. 781.000 Personen) deuten auf eine weitere Zunahme im derzeitigen Lockdown hin. Die Zahl der Beschäftigten in Kurzarbeit sollte aber deutlich unter ihrem Niveau vom Frühjahr letzten Jahres bleiben. Die registrierte Arbeitslosigkeit sank im Januar saisonbereinigt merklich um 41.000 Personen. Nach den Ursprungszahlen erhöhte sich die Arbeitslosigkeit auf 2,90 Mio. Personen. Der Vorjahresabstand hat sich weiter auf +475.000 Personen verringert. Die umfragebasierten Frühindikatoren von IAB und ifo entwickelten sich im Januar bedingt durch den Lockdown schwächer.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 29. Januar 2021.

Downloads

Ausgewählte Daten zur wirtschaftlichen Lage
Stand: Februar 2021
PDF: 44 KB"

 

 Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 15.02.2021

15.02.2021 2. Digitale Ausbildungsmesse für die Märkische Region am 6. Mai 2021

Pressemitteilung agentur mark GmbH vom 15.02.2021

 

"2. Digitale Ausbildungsmesse für die Märkische Region am 6. Mai 2021
Unternehmen können sich jetzt anmelden


Hagen/Ennepe-Ruhr-Kreis/Märkischer Kreis, 15.02.2021. Wegen der Corona-Pandemie können die klassischen Ausbildungsmessen auch in diesem Jahr zunächst nicht stattfinden. Damit die Nachwuchssuche dennoch gelingt, können Unternehmen sich ab sofort unter www.agenturmark.de zur Teilnahme an der 2. Digitalen Ausbildungsmesse für die Märkische Region anmelden. Die Anmeldefrist endet am 5. März 2021.

Teilnehmen können Unternehmen aller Branchen wie Handwerk, Industrie, Pflege, Handel und Verwaltung. Ergänzt wird das Messeangebot durch Beratungsmöglichkeiten der Agentur für Arbeit und ausbildungsbegleitender Projekte. Die Messe findet statt am 6. Mai 2021 von 10 Uhr bis 16 Uhr.

Die überarbeitete und verbesserte Messeplattform bietet den Unternehmen die Möglichkeit, sich in Live-Vorträgen zu präsentieren und Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten vorzustellen. In 1:1-Videochats können Ausbildungsverantwortliche und Jugendliche direkt miteinander ins Gespräch kommen.

Ziel der Messe ist es, Jugendliche frühzeitig über die Ausbildungsmöglichkeiten in der Region zu informieren und so Praktikanten und Auszubildende für das nächste Jahr zu gewinnen. Zielgruppe sind alle Jugendlichen ab Klasse 9, aber insbesondere die Abschlussjahrgänge, die für 2021 und 22 Ausbildungsplätze suchen. Die Messe ist Teil der schulischen Berufsorientierung von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) und hat somit den „direkten Draht“ zu den Schulen. Eine gezielte Vorbereitung für Schulklassen wird ebenfalls angeboten. Die 2. Digitale Ausbildungsmesse kann mit allen mobilen Endgeräten besucht werden.

Organisiert wird die digitale Ausbildungsmesse von Veranstaltungsgemeinschaft aus über 30 Partnern aus der gesamten Märkischen Region in Zusammenarbeit mit dem Anbieter Isardigital. Der Anmeldeprozess wird koordiniert von der agentur mark GmbH aus Hagen.

An der 1. Digitalen Ausbildungsmesse für die Märkische Region am 12. November 2020 hatten 108 Unternehmen teilgenommen. Die 1.800 teilnehmenden Jugendlichen aus Hagen, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Märkischen Kreis ließen sich von technischen Problemen nicht beirren und besuchten zahlreich die verschiedenen kreativen Vorträge der Unternehmen und nahmen die Gelegenheit wahr, sich über Ausbildungsmöglichkeiten in der Region zu informieren.

 

Veranstaltungsgemeinschaft 2021: Agentur für Arbeit Hagen/Ennepe-Ruhr, Agentur für Arbeit Iserlohn, agentur mark GmbH, Arbeitgeberverband Lüdenscheid e.V., Einzelhandelsverband Südwestfalen, Gemeinde Schalksmühle, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Iserlohn mbH, Gesellschaft zur Wirtschats- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH, Handwerkskammer Dortmund, Handwerkskammer Südwestfalen, Jobcenter Ennepe-Ruhr-Kreis, Jobcenter Hagen, Jobcenter Märkischer Kreis, Kreishandwerkerschaft Hagen, Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis, Märkischer Arbeitgeberverband e. V., Märkischer Kreis / Kommunale Koordinierung KAoA, Regionales Bildungsbüro Ennepe-Ruhr-Kreis, Regionales Bildungsbüro Hagen, SIHK zu Hagen, Stadt Balve, Stadt Halver, Stadt Hemer, Stadt Iserlohn, Stadt Lüdenscheid, Stadt Menden, Stadtmarketing Kierspe e.V., Stadtmarketing Meinerzhagen e.V., Stadtmarketing Plettenberg e.V., Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe K.d.ö.R., Wirtschaftsförderungsagentur EN.Märkischer Arbeitgeberverband e. V., Märkischer Kreis / Kommunale Koordinierung KAoA, Regionales Bildungsbüro Ennepe-Ruhr-Kreis, Regionales Bildungsbüro Hagen, SIHK zu Hagen, Stadt Balve, Stadt Halver, Stadt Hemer, Stadt Iserlohn, Stadt Lüdenscheid, Stadt Menden, Stadtmarketing Kierspe e.V., Stadtmarketing Meinerzhagen e.V., Stadtmarketing Plettenberg e.V., Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe K.d.ö.R., Wirtschaftsförderungsagentur EN.

Ansprechpartnerin für die Presse: Lena Lohrmannagentur mark GmbH, 02331/48878-34, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!"

 

 

 Quelle: Pressemitteilung agentur mark GmbH vom 15.02.2021

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