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14.10.19 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2019

BMWi-Pressemitteilungen vom 14.10.19:

 

"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im oktober 2019

  • Die Schwächephase der deutschen Wirtschaft hält an. Die globale konjunkturelle Eintrübung trifft die deutsche Wirtschaft. Eine Konjunkturkrise zeichnet sich nicht ab, die Indikatoren zeigen aber auch noch keine Trendwende an.
  • Die Produktion und die Auftragseingänge in der Industrie waren tendenziell weiter rückläufig, die Bauproduktion zeigte eine Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau.
  • Die deutschen Ausfuhren waren weiter leicht rückläufig. Die staatlichen und privaten Konsumausgaben stützen hingegen weiterhin spürbar.
  • Am Arbeitsmarkt erfolgt der Beschäftigungsaufbau konjunkturbedingt langsamer. Zuletzt ging überraschend die ohnehin niedrige Arbeitslosigkeit leicht zurück.

Die konjunkturelle Flaute der deutschen Wirtschaft hält an. Ihre wirtschaftliche Aktivität verharrt gegenwärtig in etwa auf dem erreichten Niveau. [1] Die Verluste an Wertschöpfung in der Industrie, die sich weiter im Abschwung befindet, werden weitgehend durch das Wachstum in den Bereichen Dienstleistungen und Bauwirtschaft kompensiert. Die einschlägigen Konjunkturindikatoren deuten noch nicht auf eine grundlegende Veränderung der konjunkturellen Situation hin. Ein stärkerer Abschwung oder gar eine ausgeprägte Rezession sind gegenwärtig aber nicht zu erwarten. Die exportorientierte deutsche Industrie sieht sich weiterhin einem schwachen Welthandel, einer stagnierenden globalen Industriekonjunktur und einer weltweiten Abschwächung der Nachfrage nach Kraftwagen gegenüber. Dies dämpft die Investitionsneigung im Inland und strahlt auf die binnenwirtschaftliche Nachfrage nach Vorleistungs- und Investitionsgütern aus. Die weniger exportabhängigen Bereiche der Binnenwirtschaft bleiben davon bislang relativ unberührt. Die private und staatliche Konsumnachfrage sowie die nach Bauleistungen liefern indessen verlässliche Impulse.
Die Weltkonjunktur bleibt gedämpft. Vor dem Hintergrund protektionistischer Maßnahmen und der ungelösten Brexit-Frage nahm der Welthandel im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat erneut ab. Während die Industrieproduktion in den entwickelten Volkswirtschaften weiter gedrosselt wurde, nahm sie in den aufstrebenden Volkswirtschaften insbesondere in Asien etwas Fahrt auf. Allerdings liegt der Stimmungsindikator IHS Markit PMI für die Weltwirtschaft auch nach einer leichten Aufhellung immer noch unter seiner Wachstumsschwelle. Angesichts der schwelenden Handelskonflikte und dem schwierigen geopolitischen Umfeld gehen die internationalen Organisationen von einer zwar weniger dynamischen, aber weiterhin aufwärtsgerichteten Entwicklung der Weltwirtschaft aus.
Diese globale Schwäche ist weiterhin beim deutschen Außenhandel spürbar. So gingen die Exporte von Waren und Dienstleistungen von Juli auf August saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 2,4 % zurück. Im Zweimonatsvergleich ist in etwa Stagnation zu verzeichnen (+0,1 %). Mit einer Belebung der Ausfuhren in den kommenden Monaten rechnen die Unternehmen den ifo Exporterwartungen zufolge nicht. Der entsprechende Index spiegelt mit seiner Eintrübung im September die niedrigste Erwartungshaltung seit der Finanzkrise wider. Die Importe von Waren und Dienstleistungen nahmen im August ungeachtet der robusten Binnenkonjunktur saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 1,2 % und im Zweimonatsvergleich um 1,0 % ab.
Die Industrie bleibt trotz einer leichten Belebung am aktuellen Rand im Abschwung, die Baukonjunktur floriert hingegen weiterhin. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe insgesamt stieg im August leicht (+0,3 %). Während die Herstellung in der Industrie um 0,7 % zunahm, verzeichnete das Baugewerbe eine Abnahme um 1,5 %. Im Zweimonatsvergleich indes ergab sich im Baugewerbe ein Produktionsplus von 0,5 %. Das Verarbeitende Gewerbe meldete hier einen Rückgang der Erzeugung um 0,9 %. Dabei verzeichneten alle drei großen Industriebereiche Rückgänge: Investitionsgüter 0,6 %, Vorleistungsgüter 1,1 % und Konsumgüter 1,2 %. Die nationale Indikatorenlage spricht nicht für eine baldige Erholung der Industriekonjunktur. Die industriellen Auftragseingänge lagen im August um 1,7 % unter ihrem durchschnittlichen Wert im zweiten Quartal. Das unsichere weltwirtschaftliche Umfeld drückt weiterhin auf die Stimmung in den Unternehmen.
Die privaten Konsumausgaben bleiben demgegenüber eine wichtige Stütze der binnenwirtschaftlichen Entwicklung. Im August nahmen die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz im Vormonatsvergleich um 0,5 % zu. Im Zweimonatsvergleich Juni/Juli lagen sie kalenderbereinigt 2,8 % über dem Vorjahreszeitraum. Die Neuzulassungen von Pkw erhöhten sich im dritten Quartal um 3,5 %, bei den privaten Haltergruppen gingen sie auf Grund eines schwachen Schlussmonats allerdings um 4,7 % zurück. Das Geschäftsklima im Einzelhandel ist per saldo weiter positiv und besser als der langjährige Durchschnitt, auch wenn es im September leicht nachgab.
Der seit März deutlich abgeschwächte Beschäftigungsaufbau zeigte sich auch im August. Der Anstieg der Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vormonat lag nur noch bei 10.000 Personen. Der Zuwachs in den Ursprungszahlen gegenüber dem Vorjahr hat sich binnen 1 ½ Jahren auf 333.000 Personen halbiert. Der Aufbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung war mit einem Anstieg um 46.000 Personen im Juli allerdings überraschend kräftig. Die Arbeitslosigkeit sank im September um 10.000 Personen, nachdem sie drei Monate nahezu unverändert war. In Ursprungszahlen ging sie im Zuge der Herbstbelebung auf rund 2,2 Mio. Personen zurück. Eine ähnliche Tendenz zeigt sich bei der Unterbeschäftigung. Die Frühindikatoren signalisieren, dass sich der verlangsamte Beschäftigungsaufbau bei leicht steigender Arbeitslosigkeit fortsetzen dürfte.
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Hinweis:
Eine ausführliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in der November-Ausgabe des Monatsberichts „Schlaglichter der Wirtschaftspolitik“ veröffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 44. Kalenderwoche 2019 auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu finden sein.
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[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 11. Oktober 2019 vorlagen. Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Veränderungsraten gegenüber der jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie kalender- und saisonbereinigter Daten.

Downloads

Ausgewählte Daten zur wirtschaftlichen Lage
Stand: Oktober 2019
PDF: 125 KB"

 

Quelle: BMWi-Pressemitteilungen vom 14.10.19


09.10.19 KfW-Unternehmensbefragung 2019

G.I.B.-Newsletter Nr. 396 vom 09.10.19

 

"KfW-Unternehmensbefragung 2019: Immer mehr Unternehmen gehen Digitalisierungsvorhaben an, auch die Hemmnisse werden stärker wahrgenommen

"Mit knapp 66 % haben rund zwei Drittel der Unternehmen die Durchführung von Digitalisierungsvorhaben in den kommenden zwei Jahren fest eingeplant. Bei weiteren 18 % ist eine endgültige Entscheidung noch nicht gefallen. Nur 17 % schließen für diesen Zeitraum die Durchführung von Digitalisierungsvorhaben aus" - das ist nur eins von vielen Ergebnissen der "Unternehmensbefragung 2019" der KfW."

 

 Quelle: G.I.B.-Newsletter Nr. 396 vom 09.10.19

02.09.19 Der Ausbildungsmarkt im August: Endspurt – noch gut 800 freie Ausbildungsstellen

Pressemitteilung Nr. 079/2019 der Agentur für Arbeit Iserlohn vom 29.08.19

 

"Der Ausbildungsmarkt im August:
Endspurt – noch gut 800 freie Ausbildungsstellen

Gesamter Agenturbezirk. Das Verhältnis der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern sowie der dazugehörigen Lehrstellen zeigt sich im August fast ausgeglichen. Während die Anzahl gemeldeter Ausbildungsstellen ein leichtes Plus zum Vorjahr aufweist, geht die Anzahl gemeldeter Bewerberinnen und Bewerber zurück. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehen für alle im Suchprozess Beteiligten noch tolle Chancen.

Für viele Jugendlichen starten Anfang September ihre Ausbildungen – andere wiederum befinden sich noch auf der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz. Im August suchten noch 519 Bewerberinnen und Bewerber eine passende Ausbildungsstelle. Sandra Pawlas, Chefin der Arbeitsagentur, zeigt sich optimistisch: „Ausbildungen können - je nach Entscheidung der Arbeitgeber und Berufsschulen - auch verspätet noch begonnen werden. Sicherlich sind das Einzelfallentscheidungen, aber bis Mitte November besteht diese Option, so dass Ausbildungssuchende auch weiterhin nach einem für sie passenden Ausbildungsplatz suchen können. Rund 800 Ausbildungsstellen sind derzeit noch unbesetzt. Wer jetzt im Endspurt noch einmal alles gibt, wird mit großer Sicherheit belohnt werden. Es bestehen noch tolle Möglichkeiten.“

Die offenen Stellen verteilen sich auf die einzelnen Städte und Gemeinden im Märkischen Kreis. Pawlas konkretisiert: „Wer aktuell einen Ausbildungsplatz sucht, hat definitiv gute Chancen, wenn der Bewerbungsradius ausgeweitet wird oder über berufliche Alternativen nachgedacht wird, denn am jeweiligen Wohnort bestehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mehr unbedingt die optimalen Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Unterstützung erhalten die Jugendlichen bei den Berufsberaterinnen und Berufsberatern. Das sind unsere Experten, die mit allen unversorgten Jugendlichen nach passenden Ausbildungsstellen suchen und einen guten Überblick über freie Stellen und Alternativberufe geben können – und das ist in einem Flächenbezirk einmal mehr von hoher Bedeutung!“

2.898 Jugendliche haben sich seit Oktober 2018 an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Iserlohn gewandt, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Insgesamt sind das 4,3 Prozent (129 Personen) weniger als ein Jahr zuvor. 518 Jugendliche waren im August noch unversorgt; 20,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Vielzahl an Ausbildungsplatzbewerbern stehen 2.997 gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber, von denen noch 781 Ausbildungsplätze unbesetzt waren. Gegenüber den Werten aus August 2018 sind im Märkischen Kreis 0,2 Prozent (5 Stellen) mehr Ausbildungsstellen gemeldet worden.

Angebot und Nachfrage passen im Märkischen Kreis nicht immer zusammen. Während das Interesse der Ausbildungsplatzbewerber vielfach im kaufmännischen Bereich liegt, stammt der Großteil der Ausbildungsstellen aus der Elektro- oder Metallbranche sowie dem Handwerk. So sieht es im Detail aus.

 

Diese Berufe sind von den aktuell noch unversorgten 518 Bewerbern am gefragtesten:
• Maschinen- und Anlagenführer/in (49 Bewerber)
• Industriekaufmann/-frau (36 Bewerber)
• Kaufmann/-frau - Büromanagement (34 Bewerber)
• Verkäufer/in (26 Bewerber)
• Kaufmann/-frau im Einzelhandel (23 Bewerber)
• Industriemechaniker/in (21 Bewerber)
• Medizinische/r Fachangestellte/r (20 Bewerber)
• Friseur/in (16 Bewerber)
• Werkzeugmechaniker/in (12 Bewerber)
• Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung (11 Bewerber)

 

Dem gegenüber stehen die TOP 10 der 781 unbesetzten Berufsausbildungsstellen
• Kaufmann/-frau im Einzelhandel (61 Ausbildungsstellen)
• Handelsfachwirt/in (Ausbildung) (37 Ausbildungsstellen)
• Verkäufer/in (31 Ausbildungsstellen)
• Schornsteinfeger/in (24 Ausbildungsstellen)
• Berufskraftfahrer/in (24 Ausbildungsstellen)
• Anlagenmechaniker/in – Sanitär-/ Heiz.-Klimatech. (19 Ausbildungsstellen)
• Fachkraft - Lagerlogistik (19 Ausbildungsstellen)
• Werkzeugmechaniker/in (18 Ausbildungsstellen)
• Maschinen- und Anlagenführer/in (18 Ausbildungsstellen)
• Friseur/in (18 Ausbildungsstellen)

Ausbildungsbetriebe, die ihre Lehrstellen noch nicht besetzen konnten, können weiter darauf hoffen, den richtigen Auszubildenden zu finden. Sandra Pawlas betont: „Einige Ausbildungsbetriebe haben ihre Stellen bereits erneut bei uns gemeldet, da der angedachte Auszubildende die Lehrstelle nicht angetreten hat. Da beginnt das Suchen wieder von vorne. Wichtig ist es, die unbesetzten Ausbildungsstellen möglichst lange bei uns gemeldet zu lassen, denn auch wenn es mit der Stellenbesetzung nicht rechtzeitig geklappt hat, gibt es noch viele motivierte Jugendliche, die überglücklich sind, wenn sie kurzerhand noch eine Ausbildungsstelle antreten können.“

 

• Sofern Arbeitgeber Ausbildungsstellen melden möchte, ist montags bis frei-tags von 8 bis 18 Uhr die folgende, gebührenfreie Durchwahl richtig: 0800 – 4 5555 20.

• Suchende Ausbildungsplatzbewerberinnen und –bewerber melden sich für einen Termin in der Berufsberatung unter der gebührenfreien Durchwahl: 0800 – 4 5555 00."

 

 Quelle: Pressemitteilung Nr. 079/2019 der Agentur für Arbeit Iserlohn vom 29.08.19

04.09.19 Nachfrage in der NRW-Industrie im Juli 2019 um fünf Prozent niedriger als ein Jahr zuvor

Pressemitteilung von IT.NRW vom 02.09.19

 

"Nachfrage in der NRW-Industrie im Juli 2019 um fünf Prozent niedriger als ein Jahr zuvor

Düsseldorf (IT.NRW). Die Auftragseingänge im nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbe waren im Juli 2019 preisbereinigt um fünf Prozent niedriger als im Juli 2018 und erreichten einen Indexwert von 99,6 Punkten. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, war sowohl die Inlandsnachfrage (−6 Prozent) als auch die Auslandsnachfrage (−3 Prozent) niedriger als ein Jahr zuvor.

Wie die Übersicht zeigt, entwickelte sich die Nachfrage im Juli in den einzelnen Sektoren unterschiedlich: Der Rückgang der Auftragseingänge in der nordrhein-westfälischen Industrie im Juli ist maßgeblich auf die niedrigere Nachfrage bei den Vorleistungsgütern (−10 Prozent) zurückzuführen. Die Bestellungen von Gebrauchsgütern stiegen dagegen um 30 Prozent und auch die Auftragseingänge bei den Verbrauchsgütern (+3 Prozent) und Investitionsgütern (+2 Prozent) waren höher als im Juli 2018. (IT.NRW)"

 

 Quelle: Pressemitteilung von IT.NRW vom 02.09.19

30.08.19 NRW-Inflationsrate im August 2019 bei 1,5 Prozent

Pressemitteilung von IT.NRW vom 29.08.19

 

"NRW-Inflationsrate im August 2019 bei 1,5 Prozent

Düsseldorf (IT.NRW). Der Verbraucherpreisindex für Nordrhein-Westfalen ist von August 2018 bis August 2019 um 1,5 Prozent gestiegen (Basisjahr 2015 = 100). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, blieb der Preisindex gegenüber dem Vormonat (Juli 2019) unverändert.

Gegenüber dem Vormonat (Juli 2019) verteuerten sich insbesondere die Preise für Kopf-/Eisbergsalat (+25,0 Prozent) und Tomaten (+7,2 Prozent). Günstiger wurden dagegen Paprika (−13,1 Prozent) und Kartoffeln (−7,6 Prozent) angeboten.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat (August 2018) stiegen die Preise für Tomaten (+29,3 Prozent) und Kartoffeln (+25,9 Prozent) überdurchschnittlich an. Günstiger als im August 2018 waren insbesondere Butter (−15,9 Prozent), Äpfel (−10,1 Prozent) und Fernsehgeräte (−8,5 Prozent). (IT.NRW)"

 

 Quelle: Pressemitteilung von IT.NRW vom 29.08.19


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